Claudia Roth legt nach: Im Streit über die Ausweitung der Kinderbetreuung hat die Grünen-Chefin erneut den Augsburger Bischof Walter Mixa angegriffen - mit ungewöhnlich scharfen Worten.
Harsche Töne beim bayerischen Grünen-Landesparteitag in Deggendorf: Als es um die Ausweitung der Kinderbetreuung ging, fuhr Claudia Roth schweres verbales Geschütz auf.
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Bischof Walter Mixa sei ein "durchgeknallter, spalterischer Oberfundi aus Augsburg", sagte die Bundesvorsitzende der Grünen.
Die Familien bräuchten endlich eine echte Wahlfreiheit, ob sie ihre Kinder selbst beaufsichtigen wollten oder sie in Kinderkrippen zur Betreuung geben, forderte die Grünen-Chefin. Sie appellierte an die Bundesregierung, hier schnell eine Verbesserung zu schaffen.
Mixa hat sich bereits mehrfach gegen eine Konzentration auf den Ausbau der Kinderbetreuung ausgesprochen. Junge Frauen hätten es nicht nötig, durch das Familienministerium pseudo-emanzipiert und als Arbeitskräfte-Reserve für die Industrie rekrutiert zu werden.
Vielmehr müsse staatliche Familienpolitik die Entscheidung von Eltern, ihre Kinder selbst zu erziehen und nicht in staatliche Betreuungseinrichtungen zu geben, in gleicher Weise fördern wie den Ausbau von Krippenplätzen.
"Mittelalterliches Weltbild"
Roth hatte Mixa in der Debatte über den Ausbau von Betreuungsplätzen für Kleinkinder bereits im März ein "mittelalterliches Weltbild" vorgeworfen. Es gehe dem Bischof "nicht um das Kindeswohl, sondern um die Aufrechterhaltung seines vollkommen verkrusteten Familienbildes", wetterte Roth damals.
Heftige Proteste hatte auch Mixas These hervorgerufen, wonach Kinder für eine gesunde seelische und geistige Entwicklung in den ersten drei Lebensjahren die dauernde Zuwendung durch die Mutter bräuchten. Roth nannte dies "pseudowissenschaftlich".
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(ddp-bay/plin)
für das Herangehen der katholischen Kirchenoberen in Fragen Kinderkrippen - da hat Frau Roth recht, aber sehr einseitig gedacht. Wer sich die Politik des Vatikans seit Jahren ansieht, der wird erkennen, dass der Einfluß von Herrn Ratzinger damals, und des heutigen Papstes insbesondere, die Kirche wieder mehr in mittelalterliche Denkschablonen drängt. Wer da als Bischhof auf Dauer bestehen will, muß in die richtige Richtung bellen.
Von der gleichberechtigten Existenz aller Religionen will Rom nichts wissen und in ökumenischen Fragen war es zwischen evangelischer und katholischer Kirche auch schon besser. Unserer Gesellschaft käme eine Trennung von Kirche und Staat gut, nicht nur auf dem Papier, sondern auch in Geldfragen.
Man weiß nicht wessen Entgleisungen peinlicher sind, da sind die
beiden sich ganz schön nah gekommen...
Die Roth zeigt nun etwas deutlicher, was von ihrer Eignung
für die pol. ämtern gehalten werden kann, der Mixa wiederum
baut Luftbrücken zum Christentum und befindet über die
"Wählbarkeit der Grünen für Christen" (ohje)...
MfG
Zack
Mixa und Roth haben nicht nur gemeinsam, daß Ihre Namen four-letter-words sind, sondern ebenfalls, daß sei beide keine Kinder haben und Röcke tragen.
Kinder sind sicher nicht deren Spezialgebiet. Aber in dieses Land reden zumeist Blinde vom Licht.
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Danke für die Information. Das zeigt, bis tief in die kath. Kirche sind Kinderkrippen akzeptiert. Da führt Herr Mixa einen ziemlich einsamen Kampf.
Nur, ich würde mir wünschen, Claudia Roth würde endlich mal erkennen, wo in D fundamentalistisch-konservative Familienpolitik gegen Frauen erfolgt. Aber dann würde ihr Weltbild zusammenbrechen, das längst nicht mehr mit der Realität Kontakt hat. Welche Frauen dürfen keine Verhütung machen, keine Abtreibung vornehmen, nicht arbeiten, müssen möglichst viel Kinder bekommen, erhalten keine Bildung ... Claudia Roth steckt den Kopf in den Sand. Da haben die Grünen ein Problem.
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