Einerseits hat die First Lady eine der einflussreichsten Positionen in der US-Politik - andererseits hat sie keiner gewählt. Es ist eine ambivalente Rolle, der Michelle Obama gerecht werden muss.
Alle Welt wird am 20. Januar auf Barack Obama blicken, der an diesem Tag als US-Präsident vereidigt und damit zum mächtigsten Mann der Welt wird. Michelle Obama wird so zu Amerikas First Lady.
Michelle Obama spricht auf dem Parteitag der Demokraten in Denver. (© Foto: Reuters)
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Ehefrau des US-Präsidenten zu sein ist eine Rolle voller Widersprüche, denn was die First Lady muss, was sie kann und vor allem was sie darf - diese Fragen sind fast so alt wie die Nation.
Und meistens ist sie der Bevölkerung zu einflussreich. Eines der Probleme der Position ist nun mal, dass die First Lady ihr Amt qua Heirat bekommt. So schreibt die Politikwissenschaftlerin Betty Winfield: "No one - yet anyone - elected her." Heißt: Niemand hat sie gewählt, doch irgendwie auch jeder. Denn schon im Wahlkampf spielen die Ehepartner der Kandidaten eine so wichtige Rolle, dass die Behauptung, jeder Wähler würde sie mitwählen, auch irgendwie stimmt.
Schon Abigail Adams, die zweite First Lady der USA, war den Amerikanern zu einflussreich. Historischen Quellen zufolge diskutierte sie regelmäßig mit ihrem Ehemann über Politik und sprach, wenn sie die Regierung meinte, von "uns" und "wir". Eleanor Roosevelt ging im 20. Jahrhundert noch weiter: Sie hielt Reden vor dem Abgeordnetenhaus und brachte ihren Mann dazu, mehr Frauen in politische Ämter zu berufen.
In gewisser Weise ist das Verheiratetsein mit dem amerikanischen Präsidenten ebenfalls ein politisches Amt. Ein "Gesetz über das Personal des Weißen Hauses" aus dem Jahr 1967 trägt dieser Tatsache Rechnung. Es billigt der First Lady einen eigenen Beraterstab und ein eigenes Budget zu. Sie selbst jedoch bekommt keine Aufwandsentschädigung für ihre Tätigkeit.
Heutzutage ist der Einfluss der First Lady mit dem eines Kabinettsmitglieds gleichzusetzen. Ihr Budget und Personal übersteigt häufig die Ressourcen von Chefberatern und sogar des Vizepräsidenten.
Trotz politisch aktiver Vorgängerinnen wie Abigail und Eleanor regte sich die Nation in den neunziger Jahren über Hillary Clinton auf, als wäre eine politisch aktive First Lady noch nie dagewesen. Mit ihren damals 45 Jahren war Hillary eine der jüngsten First Ladies, sie war die erste, die eine Eliteuniversität besucht und eine eigene Karriere hinter sich hatte.
Und sie war entschlossen, als Frau nicht nur zu repräsentieren und Plätzchen zu backen. Im Weißen Haus angekommen bezog sie mit ihrer Mannschaft mehrere Büros im East Wing und kämpfte von dort aus für ihre Ziele, darunter Kinderrechte, Frauenrechte und eine bessere Gesundheitsversorgung.
Lesen Sie weiter, warum Hillary Clintons Aktivitäten als First Lady sogar die Gerichte beschäftigten.
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Show in einer Medienwelt, in der selbst der Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo zum König von Deutschland wird, gehört einfach dazu. Michelle Obama versteht das. Bei uns scheitert so was schon an Merkel, und ihr Mann? Bei der Vergangenheit? Happy USA, armes Deutschland.
das ist zwar formal richtig stimmt aber in der Sache nicht ganz.
Der US Wähler hatte auch keine Change den Vizepresident zu wählen. Wer die Wahlzettel kennt weiß, das man nur ein ganzes Paket aus Präsident+ Vizepräsident wählen kann. Da die Ehefrauen bekannt waren und auch aktiv Wahlkampf für das "Ticket", wie Amerikaner das Packet nennen, gemacht haben, muß man die First Lady immer als Teil des ganzen "Tickets" sehen, und ist daher auch mitgewählt.