Der Deutsche, der vergangenen Samstag in der saudischen Hauptstadt auf offener Straße erschossen wurde, ist offenbar Opfer eines terroristischen Anschlags geworden.

"Die Mujahidin in Riad haben einen westlichen Ungläubigen getötet, der deutscher Staatsangehöriger war", heißt es laut Spiegel Online auf der Internet-Seite des Al-Qaida nahen Magazins Ma'askar al-Battar. Der dort geschilderte Tathergang decke sich mit den bekannt gewordenen Fakten.

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Bislang hatte es keine Hinweise darauf gegeben, ob der Deutsche Opfer eines terroristischen Anschlags wurde. Das Auswärtige Amt wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

In dem Internet-Text werde die Bluttat mit der internationalen Rolle der Bundesrepublik gerechtfertigt. Deutschland sei "eines der grundsätzlichen Länder der internationalen Allianz gegen den Islam" und habe "mit Kraft" ebenso am "Überfall auf Afghanistan" als auch am "US-amerikanischen Projekt der Besatzung der islamischen Länder" mitgewirkt.

In einem Qaida-Strategiepapier des vergangenen Jahres war Deutschland nur am Rande vorgekommen und nicht zu den Hauptfeinden gezählt worden.

"Um die Angst der Westler zu steigern"

Der Anschlag auf den Deutschen habe ebenso wie andere Attentate auf westliche Einrichtungen zum Ziel gehabt, "die Angst der Westler, die in diesem Land leben, zu steigern". Sie sollten auf diese Weise zum Verlassen der arabischen Halbinsel bewegt werden.

Das Magazin Ma'askar al-Battar erscheint den Angaben zufolge seit einem halben Jahr vierzehntäglich auf einschlägigen islamistischen Webseiten. Der Bundesnachrichtendienst halte es grundsätzlich für authentisch.

Zu den Autoren zählten altgediente Kader und Ideologen von Al-Qaida. Einer von ihnen sei einer der wichtigsten Qaida-Führer in Saudi-Arabien, der bereits für mehrere Anschläge auf westliche Ausländer und Firmen in dem Land die Verantwortung übernommen habe.

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(AP/AFP)