Verschiedene Personen und Institutionen spielen eine Rolle im Konflikt um die Präsidentenwahl in Iran. Ein Überblick über die Machtverhältnisse - in Bildern.
Ayatollah Ali Chamenei herrscht als geistlicher Führer mit umfassenden Machtbefugnissen über Iran. Ein Expertenrat aus 86 Geistlichen ernannte ihn 1989 nach dem Tod des Revolutionsführers Ayatollah Chomeini zu dessen Nachfolger auf Lebenszeit. Der 70-Jährige ist nicht nur geistliches Oberhaupt im schiitischen Gottesstaat. Chamenei ist auch die höchste Instanz bei politischen Entscheidungen und steht laut Verfassung über Recht und Gesetz.
Der Geistliche muss jeden gewählten Präsidenten bestätigen. Er ist zudem Oberbefehlshaber der Armee und der Revolutionsgarden. Auch die bis zu eine Million Bassidschi-Milizen hören auf sein Kommando. Chamenei entscheidet zudem über die Spitzen der Justiz und bestimmt über die Massenmedien.
Chamenei kontrolliert auch den Wächterrat. Er ernennt sechs Kleriker zu Wächtern. Die übrigen Mitglieder werden vom Parlament auf Vorschlag des Obersten Richters ausgewählt. Dieser wiederum wird von Chamenei bestimmt.
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22. Juni 2009, 18:07 2009-06-22 18:07:00 ©