Ein gemäßigter Konservativer ist bei den Republikanern in der Spitzenposition - der 71-jährige John McCain. Mike Huckabee ist enorm stark, Mitt Romney eine Enttäuschung. Er dürfte keine große Rolle mehr bei den Vorwahlen spielen.
Er ist der Senior unter den Bewerbern für das höchste politische Amt der USA, doch bei der Präsidentschaftskandidatur ist John McCain, 71, bei den Republikanern in Führung geblieben. Er gewann wichtige Vorwahlen - etwa in den großen Bundesstaaten New York und Kalifornien. Insgesamt siegte er in neun Staaten - was ihn im Rennen um Delegiertenstimmen weit nach vorn bringt. CNN sieht ihn bei 575 Delegierten.
Anzeige
Somit konnte der gemäßigte Konservative den Abstand auf den weiter rechts stehenden Exgouverneur Mitt Romney vergrößern. Dieser siegte in sieben Staaten, zum Beispiel in Massachusetts, wo er bis Anfang vergangenen Jahres als Gouverneur regiert hatte. Oder im Mormonenstaat Utah und in Alaska. Insgesamt aber ist er der Verlierer dieses Super Tuesday. Er verharrt bei 250 Delegierten.
"Ein ganz besonderer Abend" sei das für ihn, kommentierte Romney: "Klar ist, dass nichts klar ist". Die Kampagne werde auf jeden Fall fortgeführt. "Wir kämpfen weiter und gehen direkt ins Weiße Haus." Von einem Dämpfer wollte er nichts wissen.
Sieger McCain redete davon, durch "dünn und dick" zu gehen, ehe er sich da korrigierte. Er dankte besonders ausgiebig seiner Familie.
Einen Partner hatte McCain an diesem Wahlabends auch: Das war Mike Huckabee, der insgesamt fünf Siege verbuchte - und auch bei einer Versammlung in West Virginia die meisten Stimmen erhielt. Dort hatten die Leute von McCain, der in West Virginia chancenlos war, für Huckabee gestimmt. Romney verlor. Diese Allianz dürfte zu stark für ihn sein.
Er habe "uns überrascht", sagte McCain zu Huckabee. Es klang wie ein besonderes Lob für den Mann, der sicher keine Chance auf das Präsidentenamt hat.
Nach diesen Wahlwerten sieht sich der Außenseiter Huckabee noch im Rennen. Meistens seien es die kleinen Dinge, die zählen. Er dankte den Wählern in Arkansas und erklärte: "Es kommt, wie es kommt!"
Diese Erkenntnis wird ihm keiner nehmen.
- Das neue britische Kabinett Camerons Balanceakt 17.05.2010
- Regierungswechsel in Großbritannien Eine britische Revolution 14.05.2010
- David Cameron Der neue Blair - Premier war das Mindeste 12.05.2010
- Großbritannien David Cameron, der neue Herr in Downing Street 12.05.2010
- Nach der Wahl in Großbritannien Alle für einen 09.05.2010
- Großbritannien nach der Wahl Das britische Orakel 08.05.2010
- Nach der Wahl in Großbritannien Unflotter Dreier 07.05.2010
(sueddeutsche.de/AP/AFP/Reuters/dpa/jja)
Die Ärzte in München
Wie einige Sicherheitskonferenzen gezeigt haben, ist McCain heißblütig - eine Eigenschaft, die gerade in außenpolitischen Belangen nicht sehr attraktiv ist. Aber: es ist Zeit zum Wandel.
Ja, aber so werden die Republikaner nicht gewinnen. Wahrscheinlich wäre Huckabee die beste Wahl aus strategischer Sicht, er ist sowohl christlich als auch sozial, die CSU der Staaten, sozusagen.