Nach dem Willen des Deutschen Gewerkschaftsbundes soll die Rente mit 67 wieder gekippt werden - bei der 2010 anstehenden Überprüfung der Altersanhebung.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert, die Rente mit 67 bei der 2010 anstehenden Überprüfung der Altersanhebung zu kippen.
DGB-Chef Michael Sommer will die Rente mit 67 verhindern - und sie auch in den nächsten Bundestagswahlkampf heben. (© Foto: ddp)
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"2010 soll entschieden werden, ob die Rente mit 67 unter Berücksichtigung der Arbeitsmarktlage sowie der wirtschaftlichen und sozialen Situation älterer Arbeitnehmer überhaupt vertretbar ist...Trotz des aktuell erfreulichen Beschäftigungsaufbaus muss die Antwort dann Nein lauten", sagte DGB-Chef Michael Sommer der Leipziger Volkszeitung.
Sommer kündigte zugleich an, dass die Gewerkschaften diese Frage mit in den Mittelpunkt des nächsten Bundestagswahlkampfes rücken werden.
"Wir werden die Rente mit 67 im Wahlkampf und auch vorher thematisieren. Wir wollen, dass sich die Parteien ernsthaft damit auseinandersetzen, dass die Rente mit 67 für viele ein existenzielles Problem ist", zitierte das Blatt Sommer. Immer mehr Menschen müssten Altersarmut fürchten, weil sie längst nicht bis 67 arbeiten könnten.
Nichts spreche dafür, dass die nötigen Millionen sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitsplätze für Ältere geschaffen würden. "Der Trend geht leider eher in Richtung prekärer Beschäftigung, die den Betroffenen weder hilft, ihren Lebensunterhalt zu sichern, noch ein angemessenes Alterseinkommen zu erwerben." Der DGB hatte lange, aber vergeblich versucht, die Anhebung des Renteneintrittsalters von 65 auf 67 Jahre zu verhindern.
Derzeit denkt eine SPD-Arbeitsgruppe zur Flankierung der Rente mit 67 über "Ventile" für Menschen in besonders anstrengenden Berufen nach. Deren Co-Vorsitzender Ludwig Stiegler sagte dem Kölner Stadt- Anzeiger: "Die Menschen sollen möglichst lange leben und auch möglichst lange arbeitsfähig bleiben. Aber wir werden die, die von Schicksalsschlägen oder besonders hohen Arbeitsbelastungen betroffenen sind, nicht fallen lassen."
Zuvor hatte die designierte stellvertretende SPD-Vorsitzende Andrea Nahles einen Ausstieg aus der Rente mit 67 nicht ausgeschlossen und auf die Überprüfungsklausel im Gesetz hingewiesen. Voraussetzung für die Umsetzung der Reform sei, dass genügend Ältere auch Arbeit fänden. Der CDU-Sozialexperte Ralf Brauksiepe hatte daraufhin vor einem Abrücken von der Reform gewarnt.
(dpa/AP)
Staatsbesuch in Israel
Statt die Gerwerkschaften und alle Linken zu mobilisieren, um eine Beschlußfassung zur Rente mit 67 zu verhindern, wurde von den Gewerkschaftsfunktionären nur geredet. Die Mitglieder laufen nicht nur deshalb weg, sondern auch wegen der Korruptionsverwicklungen von Gewerkschaftsfunktionären. Ich nenne nur Zwickel und Uhl. Nun versucht man die Seele der Arbeitnehmer zu beruhigen. Mit den zahnlosen deutschen Gewerkschaften ist nichts zu machen, so lange sie im Schlepptau der SPD bleiben. Daß bei der SPD nicht mehr dies drin ist, was im Namen draufsteht, scheint die Gewerkschaft nicht begreifen zu wollen.
Lieber HansJoachim 44, Geld ist nicht das Problem. Der Staat hat so viel, daß er es zur Kriegsführung sinnlos verpulvern muß und sich das G8 Gefängnis Heiligendamm leisten kann.
Wo sollen die Jobs denn herkommen Herr HansJoachim? Schonmal mit über fünfzig versucht einen zu finden? Wie paradox kann man denn agieren? 10% Arbeitslose, aber die, welche Arbeit haben sollen länger arbeiten - das schafft bestimmt mehr freie Stellen. Ein Lösungsansatz dieses Problems ist es tatsächlich die vorhandene Arbeit besser zu verteilen. Also weniger arbeiten statt mehr und dafür alle. Verstanden?