Renate Künast über das Spitzenduo der Grünen im Bundestagswahlkampf, mögliche Koalitionen und die Ziele der Partei.
Am Wochenende starten die Grünen auf einem Parteitag ihren Bundestagswahlkampf - mit der Forderung nach einem Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft, aber ohne klare Koalitionsaussage. Spitzenkandidaten der Partei sind Jürgen Trittin und Renate Künast.
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Renate Künast will zahlreiche Ideen umsetzen. (© Foto: dpa)
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SZ: Frau Künast, ist Opposition Mist?
Künast: Nein, Opposition gehört zur Demokratie. Aber ich sage ganz klar: In der Regierung hat man mehr Möglichkeiten, aus seinen guten Ideen und Konzepten Realität werden zu lassen. Und ich will grüne Ideen konkret umsetzen: eine Million neue Jobs, Klimaschutz, Mindestlohn, gute Bildungschancen.
SZ: Warum darf in Ihrem Wahlaufruf dann nicht stehen, das sie in einer Ampel mit SPD und FDP regieren könnten?
Künast: Nach engagierten Debatten haben wir gemeinsam einen Aufruf zur Wahl entwickelt, der auf einem breiten Konsens fußt. Er formuliert das Selbstbewusstsein, dass wir regieren wollen und spiegelt gleichzeitig das Bedürfnis wider, sich nicht vorzeitig festzulegen.
SZ: Sie und Jürgen Trittin wollten die Ampel als wahrscheinlichste Variante benennen. Kennen die Spitzenkandidaten die Befindlichkeit der Partei so schlecht?
Künast: Es kann sein, dass wir uns verschätzt haben. Aber jetzt sind wir in der Diskussion längst weiter.
SZ: Aber die Ampel halten Sie immer noch für die wahrscheinlichste Regierungsoption für die Grünen?
Künast: Rechnen darf doch jeder. Wir wollen aber alle nicht mehr so viel über Regierungsbeteiligungen diskutieren, sondern über unser grünes Konzept.
SZ: Wie teilen Sie sich mit Jürgen Trittin die Aufgaben im Wahlkampf?
Künast: Wir bringen unterschiedliche Erfahrungen ein, aber Spitzenkandidaten müssen alles können. Wir haben beide gezeigt, dass wir die grünen Kernthemen Umwelt und Gerechtigkeit vertreten. Wir verfügen aber auch beide über Wirtschaftskompetenz. Es geht darum, die Themen Klima, Umwelt und Gerechtigkeit miteinander zu verbinden.
SZ: Gibt es auch da für Joschka Fischer noch einen Job?
Künast: Im großen Wahlkampfplan ist er nicht vorgesehen. Das heißt nicht, dass der eine oder andere ihn nicht einladen kann.
SZ: Zu den Verdiensten von Joschka Fischer zählt, die Partei vor 1998 auf die rot-grüne Regierung vorbereitet zu haben. Auf was hat die jetzige Spitze denn die Grünen vorbereitet?
Künast: Zum Beispiel darauf, nicht mehr nur auf die SPD als künftigen Koalitionspartner zu schauen, sondern sich zu öffnen und nach Inhalten zu entscheiden. In den Ländern und Kommunen regieren die Grünen in unterschiedlichsten Koalitionen.
SZ: Waren die vergangenen Jahre nicht eher von Selbstvergewisserung nach schwierigen Regierungsjahren geprägt?
Künast: Es ist richtig, dass man die Opposition auch als Befreiung von zum Teil brutalen Zwängen erlebt und sich wieder Grundsätzlicherem zuwendet. Wir haben uns inhaltlich weiterentwickelt. Wir sagen, dass es nicht mehr die Grenze zwischen dem Ökologischen und dem Ökonomischen gibt. Das ist unser neuer grüner Gesellschaftsvertrag. Da sind wir weiter als alle anderen. Wir haben aber auch alte Zöpfe abgeschnitten.
SZ: Welche?
Künast: Wir haben als Erste ein komplettes Integrationskonzept vorgelegt, in dem wir zur Verwunderung einiger auch gesagt haben: Du musst deutsch können. Wir erwarten nicht nur von der aufnehmenden Gesellschaft etwas, sondern auch von den Migranten. Wir haben uns auch mit dem Familienbegriff auseinandergesetzt und gesagt, dass Familien einen Wert darstellen - unabhängig von Trauscheinen.
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Sollte Frau Künast nicht wissen, dass es die Partei schon gibt, die für alle Menschen das Maximum darstellt? Wer DIE KREATIVEN und ihr Programm kennt, wird urteilen: die GRÜNEN haben im öffentlichen Diskurs und in der Konkurrenz auf dem Stimmzettel mit den KREATIVEN keine Chance. Wer mit 'partei, kreativ' googelt, wird an die Quelle der Information über die KREATIVEN kommen.
War das nicht eigentlich was ganz anders als "Bürger"; ging es da nicht um den Besitz der Produktionsmittel? Frau Künast hat schon kühne Sprüche drauf.
achtung ! alle löcher zu !!
aber daß sie und ihre Partei wegen des faschistischen Hartzmurkses zu Faschisten geworden sind, das hat sie noch nicht verstanden.
Dabei ist es doch ganz einfach. Faschisten erkennt man *nicht* daran, daß sie immer und ewig gegen nur Ausländer und nur Juden hetzen. Faschisten picken sich eine beliebige Minderheit heraus, enteignen diese, entrechten diese, setzen diese über eigens zugeschnittenen Gesetesreformen der staatlichen Schikane preis und geben diese der öffentlichen Hetze preis.
Gleiche Chancen für alle, verstärkte Bildung sind doch nur hohle Begriffe aus dem Mund einer Dame die willentlich mitgeholfen hat Arbeitslosen alle Chancen zu entziehen und die wissentlich die Wahl zwischen Hartzgeld oder Bildung - aber nicht beides gleichzeitig - eingeführt hat.
Solange die Grünen nicht ernsthaft gegen den Hartzmurks vorgehen sind sie unwählbar.
nicht
Paging