Rekordbeteiligung bei Protest in New York Hunderttausende demonstrieren für mehr Klimaschutz

Es soll die größte Klima-Demonstration aller Zeiten gewesen sein: Kurz vor dem UN-Gipfel in New York gehen in der US-Metropole mehr als 300 000 Menschen auf die Straße, um mehr Klimaschutz einzufordern. Auch zahlreiche Prominente schließen sich den Protesten an.

  • In New York gehen Hunderttausende Menschen auf die Straßen, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Auch zahlreiche Prominente nehmen an der Demonstration teil.
  • Weltweit fordern die Menschen bei Kundgebungen und Demonstrationen schärfere Klimaziele.
  • Am Dienstag beginnt in New York der UN-Klimagipfel.

Schauspieler und Klimaschutz-Aktivist Leonardo DiCaprio war nur einer der prominenten Teilnehmer des People's Climate March in New York

(Foto: AFP)

Rekordbeteiligung an Klima-Demonstration

Zwei Tage vor dem UN-Klimagipfel in New York haben nach Angaben der Veranstalter Hunderttausende Umweltaktivisten weltweit für einen wirksamen Schutz des Klimas demonstriert. In New York gingen mit Trillerpfeifen, Plakaten und bunten Verkleidungen mehr als 300 000 Menschen für einen besseren Klimaschutz auf die Straße.

"Ich marschiere für die Menschheit"

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Nach Angaben der Veranstalter, die ursprünglich nur etwa 100 000 Menschen erwartet hatten, handelte es sich um die größte Klima-Demonstration aller Zeiten. Unter die Demonstranten mischten sich unter anderem UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, die Hollywood-Stars Leonardo DiCaprio und Edward Norton, der Sänger Sting, der frühere US-Vizepräsident Al Gore und New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio.

"Ich bin überwältigt von solch einer Macht, Energie und Stimme der Menschen", sagte UN-Chef Ban. "Der Klimawandel ist ein charakterisierendes Thema unserer Zeit und wir dürfen keine Zeit verlieren."

Weltweit Demonstrationen vor UN-Klimagipfel

In Berlin nahmen nach Polizeiangaben etwa 3500 Menschen an einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor teil. Die Organisatoren sprachen von 10 000 Teilnehmern. Sie forderten verschärfte Klimaziele und einen Umstieg auf erneuerbare Energien.

Insgesamt waren am Sonntag 2500 Klimaschutz-Kundgebungen in mehr als 160 Ländern geplant gewesen. Den Auftakt hatte Australien gemacht, wo in Melbourne etwa 30 000 Umweltaktivisten auf die Straße gingen. Auch im australischen Cairns, wo die Finanzminister der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) tagten, kamen Demonstranten zusammen.

Koordiniert hatte die Klima-Märsche am Sonntag die Organisation Avaaz, die sich als weltweite Bürgerbewegung versteht. Ihre aktuelle Online-Petition zum Klimaschutz haben bislang mehr als 1,7 Millionen Menschen unterzeichnet.

Was kann Deutschland tun, damit die Regierungen beim Klimaschutz besser zusammenarbeiten?

Weltweit fordern die Menschen bei Kundgebungen und Demonstrationen schärfere Klimaziele. Der neue Rekordausstoß von Kohlendioxid im Jahr 2013 bestätigt ihr Bemühen - um den Klimawandel einzudämmen, müssen die Nationen der Welt entschieden näher zusammenrücken. Können die breiten, weltweiten Proteste die Regierungen zum Einlenken bewegen? Diskutieren Sie mit uns. mehr ... Ihr Forum

Klimagipfel und Weltklimavertrag

Zum UN-Klimagipfel am Dienstag werden zahlreiche Staats- und Regierungschefs erwartet, unter ihnen US-Präsident Barack Obama. Die Veranstaltung ist offiziell nicht Teil der Verhandlungen für einen Weltklimavertrag, soll dem Prozess aber neuen Schwung verleihen.

Der Klimavertrag soll Ende 2015 bei der UN-Klimakonferenz in Paris verabschiedet werden und 2020 in Kraft treten. Ziel ist die Vereinbarung verbindlicher CO₂-Minderungsziele, damit die Erderwärmung auf zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Wert begrenzt werden kann.