In der entscheidenden Sitzung zum Reformpaket werden Regierung und Opposition von ihren Spitzen vertreten. Kanzler Schröder und Außenminister Fischer verhandeln für die Koalition mit den Unions-Granden Merkel und Stoiber sowie FDP-Chef Westerwelle. Beobachter rechnen damit, dass der Gipfel bis weit in die Nacht dauert.
In Berlin hat die voraussichtlich entscheidende Verhandlungsrunde über die Steuer- und Arbeitsmarktreformen begonnen. In der Sitzung des Vermittlungsausschusses will Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) der Opposition ein neues Angebot zur Finanzierung von vorgezogenen Steuererleichterungen vorlegen. An der Sitzung im Bundesratsgebäude nehmen auch die Vorsitzenden von CDU und CSU, Angela Merkel und Edmund Stoiber, FDP-Chef Guido Westerwelle sowie Außenminister Joschka Fischer für die Grünen teil.
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Die Bundesregierung will der Union im Streit um das Vorziehen der Steuerreform weiter entgegenkommen. Sie sei bereit, die um ein Jahr vorgezogenen Steuerentlastungen nur zu 25 Prozent über neue Schulden zu finanzieren und damit deutlich weniger als bisher geplant.
Stoiber spricht von einem "interessanten Ansatz"
Die übrigen Ausfälle sollen zu 75 Prozent über höhere Privatisierungs-Erlöse und einen schärferen Subventionsabbau finanziert werden.
Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) nannte die Kompromiss-Signale der Koalition zur Gegenfinanzierung einer vorgezogenen Steuerreform einen "interessanten Ansatz".
(sueddeutsche.de/dpa)
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