Der Reformbedarf bei der Bundeswehr ist gewaltig, Verteidigungsminister zu Guttenberg will ihn mit einer Verkleinerung der Truppe lösen. Freiwillige sollen an die Stelle von Wehrpflichtigen treten - und gegebenfalls auch ins Ausland geschickt werden.
Kleiner, aber einsatzfähiger soll die Bundeswehr der Zukunft sein. So hat Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) am Montag das Ziel seiner Bundeswehrreform beschrieben. Erstmals hat der Minister die Verteidigungspolitiker der Koalition offiziell über den Stand der Überlegungen in seinem Haus unterrichtet.
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Einweisung eines neuen Rekruten: Nach den Plänen des Verteidigungsministers sollen nur noch Freiwillige den Helm aufsetzen. (© dpa)
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Damit hat die seit Wochen andauernde Debatte ein neues Stadium erreicht; endlich hat sie Weg raus aus den Medien und hinein in die Gremien gefunden, in denen letztlich dann die Entscheidungen getroffen werden müssen. Frühestens im November, wenn die Parteitage von CDU und CSU ihre Voten abgegeben haben, wird das Kabinett einen Gesetzentwurf beschließen. Bis die Reform umgesetzt ist, dürfte das Jahr 2017 erreicht sein.
Viele Kommandoebenen arbeiten gegeneinander
Richtig in Gang gekommen ist die Reformdebatte durch den Sparzwang für den Bundeshaushalt, der sich im Frühsommer abzuzeichnen begann. Vorher hatte die schwarz-gelbe Koalition lediglich beschlossen, die Wehrdienstzeit von neun auf sechs Monate zu verkürzen. Außerdem wurde eine Strukturkommission unter dem Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, eingesetzt. Sie soll bis zum November Empfehlungen für eine Neuorganisation des Verteidigungsministeriums abgeben.
Im Juni aber bekam Guttenberg vom Kabinett den Auftrag, bis September zu prüfen, welche Auswirkungen eine Verkleinerung der Bundeswehr um bis zu 40000 Zeit- und Berufssoldaten haben würde. Zugleich forderte Finanzminister Wolfgang Schäuble Einsparungen bei der Bundeswehr von 8,3 Milliarden Euro, verteilt über die nächsten vier Jahre.
Guttenberg zeigte sich einsichtig. Der Reformbedarf ist gewaltig. Dass die Bundeswehr mit einem Personalbestand von derzeit 252.000 Soldaten, davon etwa 30.000 Wehrpflichtige, gerade mal 7000 bis 8000 Soldaten für Auslandseinsätze bereitstellen kann, verwundert nicht nur den Minister. Zu kopflastig sind die Streitkräfte, es gibt zu viele Häuptlinge und zu wenig Indianer, viele Kommandoebenen arbeiten nebeneinander und teilweise auch gegeneinander. Die Teilstreitkräfte Heer, Marine und Luftwaffe sowie das Sanitätswesen und die vor einigen Jahren neu eingerichtete, alle Truppengattungen unterstützende Streitkräftebasis, wachen eifersüchtig über ihre Zuständigkeiten und Begehrlichkeiten.
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Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
hmm daran hadern die Amerikaner seit dem 2. Weltkrieg. Zuviele Ex-Soldaten und das Resultat: 16 Geheimdienste und ein aufgeblähter Beamtenstaat der sich eigentlich nicht viel von der ehemaligen Sowjetunion unterscheidet.
Aber: Sicherheit kostet eben. Und ganz so schlecht ist's nicht, sich für die Allgemeinheit einzusetzen. Nur ist's halt so, dass derzeit der wirkliche Feind fehlt (ist aber auch nicht schlecht so, zwar dumm für die Generalität, sich am Sandkasten zu üben, aber die Zeiten werden sich wieder ändern, dummerweise).
Eine Armee auf "Stand-by" wäre eher angesagt. Und kostet Sozialgelder, indem man 3/4 der Häuptlinge abbaut. Aber dafür ist man glaubwürdig.
Wir brauchen keine Bundeswehr die in der Welt unser Geld verbrennt!Wenn es eine reine Berufsarmee gibt dann sollte man diese genau kontrollieren!Sonst geht es uns so wie in Chile!!
... ist im Grundgesetz verankert. Die Zulässigkeit der Wehrpflicht ("können"!) wurde nächträglich als Art 12a in's Grundgesetz hineingeändert.
Warum? Hat die Führung in den letzten 30 Jahren nur noch gepennt?
Auch dieses Aas eines Walrosses vergangener Zeiten stinkt vom Kopfe her.
wievieleGeneralsekretäre, Ministerialbeamte, Generäle, Offiziere und Verwalter müssen dann gehen???
und wieder alles ohne jegliche Diskussion im Bundestag...
Paging