In Österreich wächst die Wut auf die FPÖ-Politikerin Winter, die Mohammed als Kinderschänder bezeichnet hatte. Auch die Angst vor Anschlägen nimmt zu.
Beschimpfungen der rechtsradikalen steirischen Lokalpolitikerin Susanne Winter gegen den Propheten Mohammed haben die österreichische Justiz auf den Plan gerufen und einen scharfen Disput im kirchlich-konservativen Lager ausgelöst.
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FPÖ-Politikerin Susanne Winter (© Foto: dpa)
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Bundespräsident Heinz Fischer bezeichnete Winters Äußerungen als "völlig inakzeptabel". Dies sei "nicht die Stimme Österreichs", die da gesprochen habe und die für Toleranz stehen müsse. Der sozialdemokratische Landeshauptmann der Steiermark, Franz Voves, entschuldigte sich für die "Beleidigung" islamischer Mitbürger. Auch Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) wandte sich scharf gegen Winters Äußerungen.
Die Spitzenkandidatin der Freiheitlichen Partei (FPÖ) für die am Sonntag stattfinden Kommunalwahl in der steirischen Hauptstadt Graz hatte Mohammed wegen seiner jugendlichen Frauen einen "Kinderschänder nach heutigen Maßstäben" genannt - eine nach dem Urteil von Koran-Exegeten verbreitete und beliebte Fehleinschätzung.
Der Prophet, so Winter unter anderem, habe den Koran unter "epileptischen Anfällen" geschrieben. Die FPÖ, die in Graz ihr Neujahrstreffen abhielt, und das BZÖ, eine ebenso xenophobe Abspaltung, haben schon vor Jahren Ausländer und besonders den Islam als Feindbilder entdeckt, mit denen sie Wahlkampf machen.
Zurückhaltung bei Österreichs Muslimen
Obwohl große Bestürzung in der islamischen Gemeinschaft Österreichs herrscht, legten sich deren Vertreter äußerste Zurückhaltung auf. Zeitungen schrieben, Österreich habe sich 150 Tage vor der Fußball-Europameisterschaft weltweit blamiert.
Befürchtungen werden laut, nun werde auch Österreich wie beim Karikaturenstreit im Jahr 2006 in den Fokus internationaler Terroristen geraten. Im Internet ist ein (eher dubioses) Drohvideo aufgetaucht, das Anschläge auch in Österreich prophezeit. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung in Wien hat Winter unter Polizeischutz gestellt.
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Debatte um Militärintervention in Syrien
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Mir scheint,dass nazistisch angehauchte Äusserungen in Österreich a) zumindest bei der FPÖ bzw,beim BZÖ en vogue sind und b) in bestimmten Kreisen so ungern nicht gehört werden.Schaut man sich den "Ortstafelstreit"in Kärnten an,so sieht man, dass eine gewisse Rechtslastigkeit in weiten Teilen sogar ganz gut ankommt.Will aber nicht heißen,dass Österreich nun schwerpunktmäßig dem Nazismus zuneigt.Erkennbar ist aber aus meiner Sicht ein verbreitete "Fremdenskepsis",um nicht zu sagen Fremdenfeindlichkeit.
Obwohl ja schon in der K u K-Zeit die Vielvölkerei verbreitet war,kommt mir Österreich in Teilen so vor,wie einige unserer ostdeutschen Regionen,in denen Ausländer auch nicht gerade mit offenen Armen empfangen werden!
das sind Politiker!!!!!!
Die ist doch wohl alt genung um sich auch mal ein paar Tiefgründige gedanken zu machen!
Sieht wohl nicht so aus!!!
1: WAR ES DAMALS GNZ NORMAL FRÜH ZU HEIRATEN; AUCH BEI UNS IM MITTELALTER WAR DIES NORMALS IHN DIESEM ALTER ZU HEIRATEN!
(sind ja auch nur 30 jahre alt geworden im schnitt)
und alles weitere zeigt das es auch heute noch nahc 60 jahren nach dem Herrn Hitler
immer noch Menschen gibt die mit seinen Methoden wahlen gewinnen.
Dies ist im höchsten maße beunrugened,
Da auch die Nazional Soziale Partei Deutschlands (bzw. Österreichs)ca anno 1894 sehr gute Wahlkampfslogens hatte,
Die nicht umbedingt zum Rassenhass aufgerufen haben, doch aber zur Teilung
derer.
Sind zwar nur einzelne Politiker die sich immer wieder damit ins Gespräch bringen und teilweise denke ich auch das es gewollt ist um von anderen dinge abzulenken.
Doch ist es sehr schade das hier die Politiker nicht zu Ihren Fehlern stehen, sondern lieber Parollen herrausschreien für die man sich hinterher halt entschuldigt.
So kann man den Karren auch an die wand fahren und verdient auch ncoh dabei!!!!
Zitat eyueces: "... dass die liebe frau winter wohl aufgrund ihres fortgeschrittenen alters nicht mehr bestiegen wird :-)"
Naja, auf den Straßen Österreichs und Deutschlands laufen in vergleichbarem Alter noch ganz andere Vogelscheuchen herum. Da sollte man vielleicht nicht ganz so kritisch sein. Jeder Topf findet seinen Deckel, und auch Frau Winter kommt sicher noch zum Zuge. Sie sollte halt nur nicht immer solche bösen Sachen sagen.
Erhard Busek hat oft recht, aber das Finden von klaren Worten hat in Österreich wenig Tradition: schnell gilt man dann als "radikal", wie es Frau Winter jetzt passiert ist. Die Empörung über ihre Aussagen scheint mit ein wenig inszeniert zu sein, ich finde es gut, wenn sich Kardinal Schönborn da zurückhält.
Wenn schon klare Worte, dann bitte auch dazu, dass in Österreich das Recht auf freie Meinungsäußerung verfassungsmässig geschützt ist und dass öffentliche Todesdrohungen gegen österreichische Staatsbürger vollkommen unakzeptabel sind und strafrechtlich verfogt gehören.
Paging