Skepsis, deutliche Ablehnung, aber auch viel Begeisterung: Die Rede des US-Präsidenten polarisiert - doch vor allem die Adressaten der Ansprache loben Obama.
Die Rede von US-Präsident Barack Obama ist in der islamischen Welt vielfach positiv aufgenommen worden. Einige Stimmen mahnten aber, den Worten müssten nun auch Taten folgen.
Obama auf allen Kanälen: Mit seiner Rede hat der US-Präsident viele Muslime überzeugt. (© Foto: Reuters)
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Der Sprecher der palästinensischen Autonomiebehörde, Nabil Abu Rdeneh, sagte, jene die Palästinenser betreffenden Passagen in Obamas Rede seien ein wichtiger Schritt für einen Neuanfang. Obama sprach sich in der Rede für einen eigenen Staat der Palästinenser aus und erklärte, dass die Vereinigten Staaten die Legitimität eines fortlaufenden Siedlungsbaus im Westjordanland nicht akzeptierten. Dies zeige, "dass es eine neue und andere amerikanische Haltung bezüglich der palästinensischen Frage" gebe, sagte Abu Rdeneh.
Der Sprecher der radikalislamischen Terrororganisation Hamas, Fausi Barhum, reagierte mit Skepsis auf die Rede Obamas. Die Ansprache sei zwar sehr höflich und im Stil der "weichen Diplomatie" gewesen, sagte Barhum. Obama habe jedoch nicht darüber gesprochen, "dass man die demokratische Entscheidung des palästinensischen Volkes, das Hamas gewählt hat, respektieren muss". Zudem fehlten Hinweise auf praktische Schritte zur Beendigung der israelischen Blockade und des Siedlungsausbaus. "Seine Rede hat sich nur auf Wünsche, Hoffnungen, Bestrebungen und Aufrufe konzentriert."
Der Fatah-Abgeordnete Mahmud Ramahi erklärte hingegen, er sehe "viele positive Punkte". Es bestehe ein Unterschied zur Politik von Obamas Vorgänger George W. Bush, sagte Ramahi. Doch bleibe die Frage offen, ob das Ergebnis ein unabhängiger palästinensischer Staat sein werde.
Ein israelischer Regierungssprecher sagte, die Rede hätte für den jüdischen Staat viel schlimmer ausfallen können. Sie habe keine größeren Überraschungen enthalten, sagte der Direktor des Presseamts der Regierung, Danny Seaman. Die Differenzen zwischen Israel und den USA seien bekannt.
In einer in Jerusalem verbreiteten Erklärung bekundete Israel seinen Friedensbereitschaft bekundet. Die Regierung hoffe, dass die "dramatische Rede" Obamas tatsächlich zu einer neuen Ära der Versöhnung zwischen Israel und der arabisch-muslimischen Welt führe, heißt es.
Damit verbunden sei die Hoffnung, dass die arabische Welt Israel als "jüdischen Staat" anerkenne, der im Nahen Osten in Frieden und Sicherheit leben könne. Die israelische Regierung geht in ihrer ersten Reaktion nicht auf die ausdrückliche Kritik Obamas am Ausbau jüdischer Siedlungen ein.
Eine Sprecherin jüdischer Siedler im Westjordanland bezeichnete Obamas Rede als naiv und realitätsfremd. Die moderne Geschichte habe gezeigt, dass die muslimische Welt einen Krieg gegen den Westen führe, sagte Alisa Herbst, die in der Siedlung Ofra wohnt. Obamas Vision von Frieden klinge nett, sei aber nicht realistisch.
Der Präsident des EU-Parlaments, Hans-Gert Pöttering, lobte "den Mut und die Entschlossenheit" Obamas, sich um Frieden im Nahen Osten zu bemühen. Pöttering rief Israel zur Kooperation auf.
"Es war der entscheidende Schlag gegen al-Qaida"
Der Zentralrat der Muslime in Deutschland nahm die Rede mit Begeisterung auf. "Endlich ein Präsident, der den richtigen Ton trifft. Diese Rede war Balsam für die verletzten Seelen der Muslime", sagte Generalsekretär Aiman A. Mazyek der WAZ. "Den Kolonialismus, die Kriege, die geführt wurden, das Gefühl, wie Menschen zweiter Klasse behandelt zu werden, all das hat Obama angesprochen."
Seine mit Koran-Zitaten gespickte Rede sei eine "Anti-Hass-Predigt" gewesen, die USA hätten damit moralische Autorität zurückgewonnen. "Ab heute müssen die Extremisten wirklich fürchten, dass ihre Ideologie des Hasses am Ende ist. Es war der entscheidende Schlag gegen al-Qaida."
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(AP/dpa/woja/gba/bica)
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Stimmt genau, Nachdenkliche. Die Leute sind zuhause die nettesten Leute, die es gibt. Im Ausland, in irgendwelchen Parallelgesellschaften siehts in vielen Fällen ganz anders aus.
Und da steckt auch das Problem. Der gewaltbereite Islamismus mit Eroberungsattitüde ist nicht im Iran oder in Lybien zuhause, sondern in westlichen Ballungszentren.
.................. ist einfach unfair und nur durch Unwissen möglich und aufgrund der Tatsache, dass keine eigenen Erfahrungen mit ihm gemacht wurden.
Ich lebte - beruflich bedingt - in Nord-Afrika, ich habe mit den Moslems "gelebt". Sie wollen im Grunde genommen nur in Frieden leben, sie sind friedvoll, werden aber aggressiv, wenn jemand versucht, sie zu missionieren, oder aber ihren Glauben in Frage zu stellen. Lässt man sie sein, wie sie sind, dann sind sie total liebe und gastfreundliche Menschen und ohne Wenn und Aber hilfsbereit.
Fanatiker gibt es überall, und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch der ganze Massentourismus sie dazu brachte, immer aggressiver zu werden - wobei ihnen auf der anderen Seite bewusst ist, dass sie die Devisen brauchen. Da fahren dann die Leute in diese Länder, schauen aber auf die Bewohner herab, und als ich in Nord-Afrika lebte, lernte ich viele Deutsche kennen, die immer von den Kanacken sprachen!
Das Palästinenser-Juden-Problem ist allerdings von einer anderen Warte aus zu betrachten! Da geht es ja nicht nur religiöse Einstellungen und Traditionen!!!
Obama ist auf dem richtigen Weg, und ich kann nur hoffen, dass er ihn durchziehen wird. Er geht nicht aggressiv auf die Moslems zu, sondern versucht, ihnen zu zeigen, dass auch sie Existenzberechtigung haben und einen beachtlichen und zu beachtenden und zu respektierenden Teil der Menschheit darstellen. Und dieses Gefühl brauchen sie in der Tat! Hoffentlich bleibt Obama seinem begonnenen Weg treu!
Es wird sie immer geben, die Zeuderer, Bedenkenträger und jene, die schnell und undifferenziert den Stab über andere Völker brechen.
Selbstverständlich werden Menschenrechte in den islamischen Staaten verletzt.
Davor die Augen zu verschliessen, wäre mehr als ignorant.
Allerdings ergibt sich dieses Problem nicht vorrangig aus der Religion sondern daraus, wie
diese vermittelt, benutzt und, ja, auch missbraucht wird.
Beispiele gibt es für alle Religionen, auch die christliche(Kreuzzüge).
Und im Hinblick auf den Islam erinnert das doch schon manchmal an die Kreuzzüge
(heute zum Glück verbal und medial).
Da wird vielen das Denken so abgenommen, dass sie nicht einmal daran denken, sich
vielleicht doch selbst mal zu informieren. Literatur ist ausreichend vorhanden, kostet aber
Geld.
Die USA haben ja keinen unwesentlichen Anteil daran, was jetzt z.B. in Afghanistan
passiert. Sie kämpfen gegen einen Feind, den sie sich selbst organisiert und sogar
sehr gut ausgerüstet haben.
Nachdem sie dann jahrelang dem unmenschlichen Treiben der von ihnen inthronisierten
Taliban zugesehen haben(war es nicht ein Schock, als diese Mörerbande daranging
mit amerikanischen Waffen unwiederbringliche Kulturgüter zu zerstören?)
Man soll allerdings ein Volk nie nach seinen Machthabern beurteilen und eine Religionsge-
meinschaft nicht nach Predigern.
Eine solche Sichtweise führt zu keinem brauchbaren Ergebnis.
"Wer nicht hören will muss fühlen.............."
Na bis Sie die Zeit der Aufklärung durchschritten haben, kann auch noch eine Weile dauern...
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