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Reaktionen auf Wulff-Nominierung – Sigmar Gabriel (SPD)
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Als "verheerendes Schauspiel" hat die SPD die internen Kämpfe in der Union über den nächsten Bundespräsidenten kritisiert. Es sei "einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik", wie das höchste Staatsamt derzeit aus rein parteipolitischem Kalkül beschädigt werde, sagte Parteichef Sigmar Gabriel. Er zeigte sich enttäuscht über ablehnende Reaktionen auf die Angebote, mit der Opposition über einen Kandidaten zu sprechen, der über Parteigrenzen hinweg akzeptiert werde. Gabriel hatte zuvor angekündigt, im Falle einer Nominierung Wulffs einen eigenen SPD-Kandidaten ins Rennen zu schicken: Joachim Gauck gehörte zu den Oppositionellen der DDR, er hat 1990 gegen erhebliche Widerstände die Stasi-Aktenbehörde begründet.
Bild: AP4. Juni 2010, 11:55 2010-06-04 11:55:55 © sueddeutsche.de