Applaus von allen Seiten: Horst Köhlers vierte "Berliner Rede" fand viel Zustimmung - sogar Gewerkschafter, die Linkspartei und Köhlers Gegenkandidatin Gesine Schwan, lobten den Bundespräsidenten.
CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla
Bundespräsident Horst Köhler bei seiner vierten Berliner Rede in der Elisabethkirche. (© Foto: Getty)
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"Horst Köhler spricht auch in schwierigen Zeiten der Bevölkerung Mut zu, entlässt aber gleichzeitig niemanden aus der Verantwortung", sagte Pofalla. "Mit seiner Rede hat Horst Köhler erneut ein Ausrufezeichen gesetzt. Seine konstruktive und damit wertvolle Kritik kennzeichnet die Art seiner Amtsführung. Bundespräsident Horst Köhler ist ein großer Gewinn für Deutschland", so Pofalla.
SPD-Fraktionschef Peter Struck
"Ich glaube, dass er eine beachtliche Rede gehalten hat", sagte Struck. Köhler habe die Ursachen und die Folgen der Krise genau beschrieben. Vom Appell des Staatsoberhaupts, die Parteien sollten keine Schaukämpfe führen, fühle er persönlich sich nicht angesprochen, sagte der SPD-Politiker. Die Koalition müsse weiter ordentlich arbeiten.
CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt
Köhlers Rede habe den Menschen "wichtige Orientierung" und "Zuversicht, die Krise meistern zu können" gegeben, sagte Dobrindt. Das klare Eintreten Köhlers für eine "Wirtschaftsordnung aus Glaubwürdigkeit, Wertebindung und Verantwortung" sei "richtungsweisend für Deutschlands Weg aus der Krise". Die Deutschen könnten froh sein, auf die langjährige internationale Erfahrung des früheren Chefs des Internationalen Währungsfonds (IWF) zählen zu können.
FDP-Chef Guido Westerwelle
Westerwelle hat die Berliner Rede von Bundespräsident Horst Köhler als "Kompass für die deutsche Politik" begrüßt. Köhler habe damit die Meinungsführerschaft in der Debatte zur Überwindung der Krise übernommen, sagte der FDP-Chef. Hinter dieser Rede könne sich die übergroße Mehrheit der Deutschen versammeln.
Grünen-Fraktionschefin Renate Künast
"Dass ein Bundespräsident eine Regierung auffordert zu regieren, hat etwas ganz Besonderes", sagte Künast. Köhler habe das "Urlaubgesuch" der Regierung abgelehnt.
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