Der neue Armutsbericht der Bundesregierung, der an diesem Montag offiziell vorgestellt wird, legt offen: Jeder achte Deutsche ist von Armut bedroht - die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Nicht nur SPD-Politiker fordern deshalb nun klare Konsequenzen.
Angesichts zunehmender Armut in Deutschland fordern SPD-Politiker eine stärkere Belastung der Reichen.
"Wir brauchen eine neue Solidarität": Karl Lauterbach (© Foto: dpa)
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"Wir brauchen eine neue Solidarität. Ohne die Hilfe derjenigen mit den hohen Einkommen und Vermögen wird es nicht gehen", sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach der in Hannover erscheinenden Neuen Presse.
Die geringen Einkommen müssten bei der Einkommensteuer entlastet werden. Bei Erbschaften und Vermögen plädiere er im Gegenzug für eine höhere Inanspruchnahme, sagte Lauterbach der Zeitung.
"Wir müssen über eine stärkere Belastung dieser Einkommen nachdenken, die am schnellsten wachsen - oft ohne, dass dafür viel geleistet worden wäre."
13 Prozent sind arm
Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) will den Entwurf des neuen Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung an diesem Montag in Berlin vorlegen. Nach seinen vorab gemachten Angaben gelten 13 Prozent der Bundesbürger als arm, weitere 13 Prozent würden nur durch Sozialtransfers wie Kindergeld oder Arbeitslosengeld II vor dem Abrutschen in die Armut bewahrt. Insgesamt habe sich die soziale Kluft in Deutschland vertieft.
Ernst Dieter Rossmann (SPD), Vorsitzender der Parlamentarischen Linken, sagte der Neuen Presse: "Wir haben ein Armuts- und ein Reichtumsproblem. Die einen haben zu wenig, die anderen zu viel." Denkbar seien Anpassungen bei der Reichen-, Erbschafts- und der seit 1997 nicht mehr erhobenen Vermögensteuer. Darüber hinaus gehe es um Mindestlöhne und Entlastung bei Sozialabgaben, betonte Rossmann.
Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Fritz Kuhn warf der Bundesregierung Untätigkeit vor. Die Koalition müsse "aufhören zu lamentieren und endlich handeln", sagte er der Berliner Zeitung. Der Regelsatz für das Arbeitslosengeld II müsse auf 420 Euro erhöht werden, wie es die Wohlfahrtsverbände vorgeschlagen hätten. "Denn Langzeitarbeitslose sind besonders von Armut betroffen", sagte Kuhn.
"Massive Erosion"
Der Grünen-Sozialexperte Markus Kurth kritisierte in der Frankfurter Rundschau die "massive Erosion" der mittleren und unteren Einkommen. "Das sind die Früchte von Hartz IV, die nun voll durchschlagen", kommentierte er die bereits bekanntgewordenen Ergebnisse des Armuts- und Reichtumsberichts. Würde man die alten Richtwerte zugrunde legen, läge die Armutsquote sogar deutlich über 13 Prozent.
Der stellvertretende Linksparteichef Klaus Ernst wertete den Armutsbericht als Dokument des Scheiterns der SPD. "In ihrer Regierungszeit hat sich die Zahl der Vermögensmillionäre verdoppelt und zugleich die Armut deutlich zugenommen", sagte er der Berliner Zeitung.
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(dpa/AP/plin)
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Ich halte es wiedereinmal für eine MilchmädchenRechnung!
Hier wird wieder einmal ein Thema genommen das den Leuten gefällt und man macht daraus eine Phars
Damit würden doch die Probleme nciht behoben werden.
Es würden nohc mehr Menschen ins schöne Luxemburg getrieben.
Super so hätte man für den nächsten Sommer schon ein Thema.
Aber man sollte mal etwas an ursache beheben.
Weiter Schulden aufnehmen damit wir unseren runtergewitschaften sozialstaat stützen halte ich für falsch.
Es muss etwas an den Löhne gemacht werden. Es müssten Sklavenbetriebe wie die PIN AG mit horenden Steuern belegt werden, da sie ja auch Steuern in Form von Lohnausgleich kosten.
Es muss bei der einseitigen Infomationspolitik aufgeräumt werden. usw.
Aber leider leben wir in einer Welt die von umfrage werten bestimmt wird und darauf wird reagiert, wie nun geschen bei der stopung der Diätenerhöhung.
Armes DE und das im wahrsten sinne des Wortes
und sich Gegenden ausgesucht haben, in denen es wunderschön ist. Darauf angesprochen, ob ihnen das Leid der durch den Taifun Betroffenen nicht nahegeht, kommt als Antwort: sterben müssen sie doch sowieso. Das ist absolute Ignoranz.
Das ist die "logische Konsequenz" der Denkweise bestimmter Menschen. Liebe Mitstreiter, Achtung und Augen auf und spezielle Wünsche für diese Personen, die so denken und auch handeln.
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/deutschland_redet_sich_arm_1.737981.html
Zu diesem Thema sollte aber auch einmal festgestellt werden, dass der vorgelegte Armutsbericht ja bereits geschönt wurde.
So tauchen in diesem Bericht, wie übrigens auch bei keiner monatlichen Arbeitlosenstatistik, jene auf, die arbeitlos sind jedoch, Dank der Hartz Gesetzgebung, keine Leistungen mehr beziehen. Weil bei ihnen ALG 1 bereits ausgelaufen ist und sie dumm genug waren (noch bevor der Name Riester bekannt wurde) sich etwas für den Ruhestand zurückzulegen.
Diese Bevölkerungsgruppe taucht in keiner Statistik auf. Sie ist heute gezwungen von ihrem Ersparten zu leben. Um dann in ein paar Jahren in Altersarmut zu fallen. Diesem Personenkreis nützen weder Steuererleichterungen noch zusätzliche oft am Ziel vorbeigehende Qualifizierungsmaßnahmen (oft müssen sie erleben das sie als überqualifiziert gelten).
Dieser Bevölkerungsgruppe (meist ältere Arbeitnehmer) nützen nur gerecht bezahlte Arbeitsplätze von denen sie auf Grund ihres Alters nicht ausgegrenzt werden.
Auch diese Bevölkerungsgruppe sind Wähler
Mit dem Abkassieren der Reichen allein ist es aber nicht getan.
Die Politik muss endlich erkennen, dass die fahrlässige Verarmungstrategie der Agenda-Vorbeter ein Irrweg war.
Erst wenn es dem "kleinen Mann" wieder möglich ist, durch seiner Hände Arbeit vollwertig die Familie zu ernähren und diese auch uneingeschränkt am Konsum-, Bildungs- und Kulturangebot teilhaben zu lassen, wird unsere Gesellschaft wieder lebenswert werden.
Die Koordinaten der Politik müssen wieder völlig neu ausgerichtet werden; die gefräßige Wirtschaftslobby ist in ihre Grenzen zu verweisen.
Es gibt wichtigere Ziele als Gewinnmaximierung, Börsennotierungen und Vorteilsnahme für allzu agile Spitzenmanager.
Politik muss wieder für die Menschen da sein und nicht umgekehrt!....
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