Bundesanwaltschaft Razzien gegen Rechtsextremisten

Die Polizei hat die Wohnungen von vier Beschuldigten in drei Bundesländern durchsucht. Sie sollen eine rechtsterroristische Vereinigung gegründet haben.

Die Bundesanwaltschaft hat die Wohnungen von vier Beschuldigten in drei Bundesländern durchsuchen lassen. Grund für die Razzia ist der Verdacht der Gründung einer rechtsterroristischen Vereinigung. Ziel der von ihnen gegründeten Vereinigung soll es gewesen sein, "dem Nationalsozialismus in Deutschland zum Wiedererstarken zu verhelfen", wie die Karlsruher Behörde mitteilte. Sie hätten auch Anschläge auf politische Gegner in Erwägung gezogen. Festnahmen gab es zunächst nicht.

Die geplanten Anschläge sollen den Ermittlungen zufolge noch nicht näher konkretisiert worden sein. Die Beschuldigten sollen sich allerdings bereits bemüht haben, sich Waffen, Munition sowie Materialien zum Bau von Brand- und Sprengvorrichtungen zu beschaffen. Die Beschuldigten sollen sich spätestens Anfang 2017 unter dem Namen "Nordadler" zu einer rechtsterroristischen Vereinigung zusammengeschlossen haben. Mit den Durchsuchungen habe vor allem geklärt werden sollen, ob die Beschuldigten bereits über Waffen oder sonstige Gegenstände für Anschläge verfügten, erklärte die Bundesanwaltschaft.

Die Durchsuchungen bei den vier Beschuldigten fanden in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen statt. Zudem wurde die Wohnung einer "nicht tatverdächtigen Person" in Thüringen durchsucht. Bei den Razzien setzten die Landeskriminalämter auch ihre jeweiligen Spezialeinsatzkommandos ein.

Wegen des Verdachts der Gründung einer rechtsterroristischen Vereinigung hatte die Bundesanwaltschaft bereits am Sonntag vor einer Woche die Wohnungen von acht Beschuldigten durchsuchen lassen, die der sogenannten Reichsbürgerszene angehören sollen. Auch dabei erfolgten zunächst keine Festnahmen.

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