In manchen Bundesländern ist ab morgen das Rauchen in vielen Gaststätten, Behörden und Schulen untersagt. Andere Länder ziehen nach. Eine Übersicht.
Das lang umstrittene Rauchverbot tritt in vier Bundesländern an diesem Mittwoch, dem 1. August, in Kraft. In Baden-Württemberg und Niedersachsen ist das Qualmen in Gaststätten, Landesbehörden, Schulen und Krankenhäusern verboten. Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt verbannen die Zigarette zunächst aus Behörden, Kliniken und Schulen.
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Raucher müssen ab Mittwoch in vielen Gaststätten vor die Tür. (© Foto: AP)
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Gaststätten sind in Mecklenburg-Vorpommern erst vom 1. Januar an betroffen, in Sachsen-Anhalt gibt es für diesen Bereich noch keine Regelung. Im neuen Jahr müssen sich Raucher auch in den meisten anderen Ländern auf strengere Gesetze einstellen. Die Regelungen sind von Land zu Land unterschiedlich.
Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen wollen das Rauchen in abgetrennten Nebenräumen zulassen. Feine Unterschiede sind aber auch hier auszumachen.
So hat Hessen eine Klausel in seinen Gesetzentwurf einfließen lassen, wonach das Rauchverbot erneut überprüft wird, sollten eines Tages technische Neuerungen ein Nebeneinander von Rauchern und Nichtrauchern im selben Raum ohne Beeinträchtigung der Gesundheit ermöglichen.
Sechzehn Bundesländer, sechzehn Regelungen
Sechzehn Bundesländer mit sechzehn unterschiedlichen Regelungen sind Ergebnis eines Treffens der Ministerpräsidenten, das am 22. März in Berlin stattfand, und bei dem sich die Länderchefs nicht auf ein einheitliches Rauchverbot einigen konnten. Konsens herrschte lediglich darüber, dass man sich in Details nicht einig war.
Einige Bundesländer wollten ein komplettes Verbot mit Ausnahmen lediglich für vollständig abgetrennte Räume. Eine Linie, wie sie auch die Gesundheitsminister empfehlen und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, unablässig propagiert.
Andere, wie Bayern, Baden-Württemberg und Hessen, hatten Extrawünsche: Festzelte und "Wasserpfeifenstuben" sollen vom Rauchverbot ausgenommen werden. Saarlands Ministerpräsident Peter Müller will gar prüfen lassen, ob man es den Gastwirten nicht selbst überlassen könne, ihre Lokale zu Raucherkneipen zu erklären. Man lässt sich hier Zeit. Ein erster Gesetzentwurf soll dem Landtag nach der Sommerpause vorgelegt werden. "Das ist der Vorteil des Föderalismus, dass wir eine fürs Bundesland passende Regelung treffen können", sagte der Sprecher der saarländischen CDU-Landtagsfraktion, Markus Frank.
Uneinigkeit besteht auch innerhalb der einzelnen Landesregierungen. Vor allem die Gesundheitsminister der Länder vertraten oft eine wesentlich härtere Linie als ihre Regierungschefs. In Kiel kam es zwischen CDU und SPD zu einem handfesten Koalitionskrach, weil die Gesundheitsministerin Gitta Trauernicht (SPD) beharrlich für ein ausnahmsloses Rauchverbot mit Strafen von bis zu 5000 Euro eintrat.
Raucherreservat Landgasthof
Die Christdemokraten wollten hingegen Kneipen und Landgasthöfe als Raucherreservate erhalten. Ein ähnliches Bild in Sachsen-Anhalt: Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) kann sich Raucherlizenzen für einzelne Eckkneipen durchaus vorstellen, die Gesundheitsministerin Gerlinde Kuppe (SPD) aber nicht.
Mit Blick auf den Gesetzesdschungel forderte das Bundesgesundheitsministerium den Verzicht auf die zahlreichen Ausnahmebestimmungen. "Am Ende aller Bemühungen muss stehen, dass wir in Deutschland eine möglichst einheitliche Regelung haben", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin Marion Caspers-Merk (SPD).
Laut einer Forsa-Umfrage würden 55 Prozent der Bürger befürworten, dass das Rauchverbot bundesweit durchgesetzt wird. 83 Prozent der Raucher sind entschlossen, die Verbote zu akzeptieren.
Ein einheitliches Rauchverbot existiert lediglich in Einrichtungen des Bundes und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Gesundheitsexperten sind jedoch davon überzeugt, dass ein länderübergreifender Schutz der Nichtraucher möglich ist, beispielsweise über die Arbeitsstättenverordnung, die den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz regelt.
Nach wie vor scheitert ein bundesweites Rauchverbot am Widerstand der Länder. Eine einheitliche Regelung ist in weiter Ferne. Hessens Regierungschef Roland Koch (CDU) nimmt das gelassen. Am Rande des Treffens der Ministerpräsidenten im März zeigte er sich davon überzeugt, dass es in einigen Jahren nirgendwo mehr eine Ausnahme geben werde.
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(SZ vom 31.7.2007)
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warum dann nicht bei uns? Die Wirte haben Angst vor Verlusten, ja klar mit so nem Flickenteppich voller Ausnahmeregeln, hätt ich das auch. Aber bei einem einheitlichen Rauchverbot für alle Gaststätten und Discotheken, gäbe es dies Problematik gar nicht, weil die Leute dann ja komplett daheim bleiben müssten und darauf hat ja wohl keiner Lust. Ich bin Nichtraucher und mir graust es jedes Mal wenn ich zum essen geh. Da koch ich mir lieber daheim was Leckeres (ist eh meist besser), lade ein paar Freunde ein und verbringe einen netten, rauchfreien Abend, der dann obendrein auch noch wesentlich günstiger ist. Rauchende Freunde dürfen bei mir am offenen Küchenfenster rauchen.... Ich hasse es wenn ich stinkend wie ein Aschenbecher vom Ausgehen nach Hause komme und selbst bei geringem Alkoholkonsum fühlt man sich irgendwie erschlagen. Ich war mal in New York, da war ich aus, am nächsten Tag ging es mir blendend und meine Klamotten und Haare rochen wie frisch gewaschen :-)
Mal abgesehen davon, dass Raucher oft wirklich rücksichtsvoller sei n könnnten, halte ich diese Regelungswut für ziemlich daneben. Warum verbietet man nicht einem großen Teil der Autofahrer das Führen ihrer Fahrzeuge. Wieviel Menschen sterben jedes Jahr, und zwar sehr plötzlich, durch die Rücksichtslosigkeit dieser Spezies. Oder das Skifahren, damit man nicht von besoffenen Pistenrasern über den Haufen gefahren wird, oder das Radlfahren und und und...
Ich wohne an einer stark befahrenen Straßenkreuzung mit ständigem Schwerverkehr. Ich möchte nicht wissen, was ich da für Gift täglich einatmen muss. Da ist mir ab und an der Zigarettenqualm lieber, dem ich zudem ausweichen kann, wenn ich denn nur will!
Übrigens: Ich bin Nichtraucher, und zwar schon immer!
das es auf freiwilliger Basis nicht funktioniert hat sich ja gezeigt - das erfordert auch zuviel "Mut zum Risiko" seitens der Wirte und bringt ihnen ziemlich sicher Verluste ein. Schon erstaunlich, das eine Minderheit es schafft, der Mehrheit (den Nichtrauchern) diese Toleranz abzufordern, oder? Rauchen wird in der Gesellschaft eben immer noch als normal angesehen...
Herrscht aber überall Rauchverbot, werden die Leute trotzdem in die Kneipen gehen. Ich habe 2 Jahre in Irland gelebt und es als durchaus angenehm empfunden in rauchfreien Pubs/ Discotheken/ etc. auszugehen - und das Wetter ist dort definitiv schlimmer als hier. Klar flucht man als Raucher bei Regen und/ oder Kälte oder während eines Fußballspiels im Pub (etwas vom Spiel verpassen oder bis zur Halbzeit warten...) mal ein bischen vor sich hin, aber ich habe mich ratzfatz dran gewöhnt, wie übrigens der Großteil der Iren! Haare & Kleidung stinken nicht mehr so, am näxten Morgen fühlt man sich nur halb so "zerschlagen", usw usf.
Viele Pubs dort haben draußen mittlerweile einen überdachten Raucherbereich mit Wärmestrahlern eingerichtet, eine einfache Markise tut's schon.
Das Argument, Rauchen gehöre halt zum Ausgehen und Trinken finde ich ehrlich gesagt ziemlich jämmerlich, wer meint, ohne Kippe keinen Spaß haben zu können tut mir echt leid!
Schön, habe mir die Bilder angesehen - und?
Was soll dieser Kommentar?
.... ist nun 40 Jahre erfolglos versucht worden.
Raucher(innen) sind einfach rücksichtslos, ohne Verbote geht es nicht.
Das ist sogar schlimmer geworden, ich habs neulich wieder erlebt in einem großen Foyer eines Musicals, das ich vor 15 Jahren schon besucht habe, Die Qualmerei in der Pause und vor Beginn im Foyer, war schlimm geworden, einfach unerträglich, ich flüchtete zurück ins Theater.
In einem großen Hotellfoyer noch schlimmer, es wurde ein Jazzkonzert gegeben, das Foyer war nicht voll, aber alle Zuhörer Nichtraucher, da kamen 3 Damen, die weder Interesse am Konzert hatten noch auf die Nichtraucher Rücksicht nahmen, sie setzten sich direkt vor uns, quasselten laut und qualmten alle drei.
Ich mußte ausweichen, obwohl ich dann noch weniger von der Kapelle mitbekam.
Meine einzige Rache war lautes Klatschen für die Kapelle, was die Damen nur einen ganz kurzen Moment irritierte.
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