CSU-Chef Seehofer kann nicht zum Parteitag der CDU kommen, stänkert aber via Zeitungsinterview. Sein Vize Ramsauer muss es ausbaden.
221 Kilometer können ein weiter Weg sein. Das ist genau die Strecke, die CSU-Chef Horst Seehofer hätte zurücklegen müssen, um von der Staatskanzlei in München zur Neuen Messe nach Stuttgart zu kommen. Dort hält die CDU ihren Bundesparteitag ab. Ein Grußwort des neuen bayerischen Ministerpräsidenten war erwartet worden. Es kam aber nicht. Und Seehofer kam auch nicht. Was die Delegierten nicht besonders lustig fanden.
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Ramsauer und Merkel in Stuttgart (© Foto: Reuters)
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Seehofer - so versuchte am Montag sein Generalsekretär Theodor zu Guttenberg in Einzelgesprächen die Wogen zu glätten - sei unabkömmlich in München. Er müsse die BayernLB retten und den Landeshaushalt auf den Weg bringen. Gute Gründe. Die meisten haben das wohl verstanden.
Worauf Guttenberg nicht vorbereitete: Seehofer hat offenbar die Zeit gefunden, der Zeitung Die Welt ein Interview zu geben. Was darin steht, hätten die Delegierten sicher gerne von ihm selbst gehört: "Ich halte die Festlegung, auf rasche Steuersenkungen zu verzichten, schlicht und einfach für falsch", sagte Seehofer in dem Interview. Eine Steuersenkung sei überfällig. "Wir als CSU wollen sie noch vor der Bundestagswahl."
Seehofer stellt sich damit diametral gegen die Kanzlerin. Erst nicht kommen und dann stänkern, das mag keiner.
Kein leichter Stand
Auszubaden hat das an diesem Dienstag CSU-Vize Peter Ramsauer, zugleich Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag. Er redet an Seehofers Stelle zu den "Freunden" von der CDU.
Dass er dabei keinen leichten Stand haben würde, zeigt sich schon, als Tagungspräsident Günther Oettinger ihn aufs Podium bittet. Die Reihen leeren sich. Der Begrüßungsapplaus: zählbar. Die verbliebenen Delegierten klatschen beleidigt jeweils höchstens fünfmal in die Hände. Zickenkrieg zwischen ungleichen Schwestern.
Ramsauer hat offenbar keine Lust, weiteren Ärger auf sich zu ziehen. Er lobt ausdrücklich den am Tag zuvor verabschiedeten Leitantrag, in dem sich die Partei grundsätzlich für Steuersenkungen ausspricht. Nur eben nicht sofort, wie CDU-Chefin Angela Merkel in ihrer Rede zuvor unmissverständlich klargestellt hat.
Doch noch ein Appläuschen
Der Leitantrag sei eine "gute gemeinsame Basis für die beiden Schwesterparteien". Und zählt auf: Entlastung von Familien, von unteren Einkommensschichten, volle steuerliche Absetzbarkeit der Krankenversicherungsbeitrage, Abschaffung der sogenannten kalten Progression - die dazu führt, dass mittlere Einkommen überproportional belastet werden. "Dem werden wir uns annehmen müssen." Ein Appläuschen war da dann doch drin.
Natürlich gratuliert er Angela Merkel zu ihrer Wiederwahl als Parteivorsitzende mit knapp 95 Prozent. Er vermeidet es aber, sich dabei zu ihr umzudrehen. Später macht er das, als er sich bei CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder für die gute Zusammenarbeit bedankt.
Tagungspräsident Günther Oettinger macht es nach Ramsauers Beitrag kurz: "Danke für diese ordentliche Rede." Ordentlich hat er gesagt. Bei anderen Rednern werden die Klarheit, die Größe, die hohe Kompetenz gelobt. CSU-Vize Peter Ramsauer muss nach seinem Grußwort auf dem Bundesparteitag der großen Schwester CDU in Stuttgart mit einem "ordentlich" leben. Freundschaft sieht anders aus.
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(sueddeutsche.de/ihe)
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Für meinen grottigen Beitrag, Rechtschreibung und fehlende Wörter (alles unentschuldbar). darf ich mich entschuldigen, auch ich fahre mit dem ÖPNV. ... und jetzt drücke ich mal ab ... von unterwegs spamt es sich mit dem Guckloch-Adapter den ich habe so schlecht, trotz quertz-Tastatur und Kernel 2.6.....
Von mir kommt weder eine Neiddiskussion noch würde ich eine auslösen. Es sei den diese Gedanken allein würden es tun. Stereotyp ist ihre Haltung. Sehr eindeutig sogar, sie lesen noch nicht einmal dass was sie geschrieben haben, wenn sie darauf antworten und sie bestehen fast jedesmal auf so eine "unauffällige Art und Weise" darauf sich abzugrenzen.
Ich mag es auch nicht wörtlich wiederholen. Es ist mit Sicherheit nicht besonders intelligent zu sagen, man würde durch seine Steuern alle Leistungen, die man von Staat in Anspruch nimmt mit Sicherheit decken und nebenbei noch für andere einen Teil der Transferleistungen mit.
Machen viele hier in dieser Republik. Ist so. und sie machen es mit bürgerlichem Anstand, Würde und Respekt.
Ein Anhänger dieses gesamten Steuersystems - so mal pauschal gesagt - bin ich nicht. Dieses gesamte Expertensystem gehört - klein und bierdeckelfein - neu aufgestellt.
@doran: wenn man etwas falsch verstehen will, der darf es auch. Ich wollte nur unterstreichen, dass ich ein Anhänger eines progressiven Steuersatzes bin und das obwohl ich nicht davon profitiere.
Nebenbei: ich fahre mit Bus und Bahn zur Arbeit. Jeden Tag.
Die Neiddiskussion kommt von Menschen wie Ihnen, die hinter harmlosesten Aussagen einen Grund zu suchen sich über andere aufzuregen.
Haben Sie jetzt alle Ihre Stereotypen wieder befriedigt? Dann noch einen schönen Tag.
Wir leben in einer freien Welt. Jeder darf seine eigene Meinung haben, auch wenn er Schwachsinn verbreitet.
Hat der Umwelt 221 km Co2 seines BMW-Protzmodells erspart (die Werte kenne ich nicht genau). Vorbildlich.
Und er stänkert gegen Merkel, auch das ist einen Beifall wert.
Gute Taten sollte man auch mal loben.
Steuern senken und sofort - geht das? Ja, natürlich. wir müßten nur die militärischen Abenteuer der Bundeswehr auf dasjenige reduzieren, was absolut notwendig ist( d.h. z.B. raus aus Afghanistan) , die Bundeswehr und die versteckten Ausgaben für das Militär erstens offenlegen, zweitens den Verteidigungshaushalt auf dasjenige zu beschränken, welches in Anbetracht der gegenwärtigen Sicherheitslage Deutschlands notwendig ist, auf Rüstungsexporte weitgehend verzichten (die Firmen machen irrsinnige Gewinne, Korruption bzw. "Schmiermittel" dürfte da an der Tagesordnung sein). die Kriegsgüterproduktion weitgehend einstellen, diversifizieren. Das würde schon mal eine Riesensumme Geldes frei machen. Selbst die dann teilweise arbeitslosen Soldaten könnten großzügig unterstützt werden und es wäre immer noch viel Geld zur freien Verfügung.
Will das die CDU? Will das die CSU? Nein. Dann sollen sie doch aufhören, uns mit ihrem blöden Gequatsche voller Lügen zu täuschen. Das hat noch nicht mal Unterhaltungswert. Die darstellerische Leistung ist nicht mal fürs Probespielen an einem Provinztheater ausreichend.
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