Raketentest in Nordkorea USA bringen Kriegsschiffe in Stellung

Nach Japan reagieren auch die USA mit Vorsichtsmaßnahmen auf den geplanten Raketenstart in Nordkorea - und entsenden zwei Zerstörer in die Region.

Nach Japan bringen auch die USA wenige Tage vor Nordkoreas Raketentest Kriegsschiffe in Stellung. Ein mit einem AEGIS-Abwehrsystem ausgerüsteter Zerstörer sei in die Region entsandt worden, sagte ein US-Militärsprecher. Ein weiterer sollte noch im Tagesverlauf aus der südkoreanischen Hafenstadt Busan auslaufen.

Der AEGIS-Zerstörer "USS John S. McCain" vor der Küste Südkoreas.

(Foto: Foto: Reuters)

Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Nach Angaben von Verteidigungsminister Robert Gates planen die USA nicht, die nordkoreanische Rakete abzuschießen. Falls sie aber in Richtung Hawaii fliegen sollte, könnte sich dies ändern, sagte Gates am Wochenende.

Die japanische Marine hatte am Wochenende zwei Zerstörer in das Japanische Meer geschickt. Medienberichten zufolge wurden zudem Abfang-Einheiten in die nördlichen Präfekturen Akita und Iwate verlegt. Die Einheiten sollen Teile der Rakete abfangen, sollten sie auf Japan stürzen. Südkorea will einem Regierungsvertreter zufolge ebenfalls einen Zerstörer entsenden.

Der Test der nordkoreanischen mehrstufigen Taepodong-2-Rakete wird zwischen dem 4. und 8. April erwartet. Nordkorea hat davor gewarnt, die Rakete abzuschießen. Dies werde als kriegerischer Akt gewertet. Nordkorea spricht von einem Satelliten, der mit der Taepodong ins All geschossen werden soll.

Südkorea, Japan und die USA vermuten jedoch, dass Nordkorea eine Langstreckenrakete testen will, die Schätzungen zufolge eine Reichweite bis nach Alaska haben könnte. Die Führung in Pjöngjang bestreitet dies.