Mehr als zwei Jahrzehnte lang war die Terrororganisation aktiv: die drei Phasen der RAF und die Schicksale ihrer Mitglieder im Überblick.
Die "erste Generation" - gegen die "Monopolbourgeoisie"
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Vorläufer der RAF war die nach dem Kaufhaus-Brandstifter Andreas Baader und der Journalistin Ulrike Meinhof benannte Baader-Meinhof- Gruppe. Nach der Studentenrevolte der 60er Jahre konzentrierte diese "erste Generation" ihre Gewalttaten bis 1972 vor allem auf US-amerikanische Einrichtungen. Hauptmotiv: der Vietnamkrieg. Als der Staat den "harten Kern" der Gruppe nach massivem Ausbau des Fahndungsapparats gefasst hatte, war diese Phase zu Ende.
Die "zweite Generation" - spektakuläre Erpressungsversuche
Ohne erkennbare politische Motivation setzte die "zweite Generation" die Terrorserie fort. Als Anführer gelten Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt. Ihr Hauptanliegen wurde die Befreiung der "ersten Generation" aus der angeblichen Isolationshaft.
Die erste spektakuläre Aktion war der Überfall auf die deutsche Botschaft in Stockholm 1975. Als sich der Staat 1977 auch nicht mit der Entführung von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer und einer Lufthansa-Maschine erpressen ließ, begingen die Terroristen Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe im Gefängnis Stuttgart-Stammheim Selbstmord. Schleyer wurde daraufhin von seinen Entführern ermordet.
Die "dritte Generation" - nie aufgeklärte Morde
Danach formierte sich eine "dritte Generation" der RAF mit einer gut abgeschotteten und namentlich kaum bekannten "Kommandoebene".
Auf ihr Konto sollen mehrere professionell geplante Morde gehen - etwa an dem MTU-Vorstandschef Ernst Zimmermann (1985), dem Siemens-Manager Karl Heinz Beckurts, dem Bonner Spitzendiplomaten Gerold von Braunmühl (beide 1986), Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen (1989) und Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder (1991).
Bis heute wissen die Ermittler in keinem dieser Fälle, wer genau die Täter waren.
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