Das Berliner Verwaltungsgericht entscheidet über eine Millionenstrafe für die FDP. Die Spendenaffäre Möllemann könnte teuer für sie werden.
Das Berliner Verwaltungsgericht entscheidet am Dienstag, ob die FDP wegen eines sieben Jahre zurückliegenden Spendenskandals 4,3 Millionen Euro Strafe zahlen muss. Die Partei hatte gegen diesen Bescheid der Bundestagsverwaltung vom Juli geklagt.
Die drohende Millionenstrafe hat der inzwischen verstorbene Jürgen Möllemann seiner Partei eingebrockt. (© Foto: dpa)
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Die FDP argumentiert unter anderem, man habe ihre Hilfe bei der Aufklärung der Affäre nicht genug gewürdigt. Bundestagspräsident Norbert Lammert sieht das anders. Die Mitarbeit ändere "nichts an der Rechtswidrigkeit der Spendenvorgänge".
Nach jahrelangen Prüfungen war die Parlamentsverwaltung zu dem Schluss gekommen, dass die FDP gegen das Parteiengesetz verstoßen hat. Der damalige Landesvorsitzende in Nordrhein-Westfalen, Jürgen Möllemann, soll zwischen 1996 und 2002 fast zwei Millionen Euro Spenden aquiriert haben - anonyme Großspenden, die gestückelt und dann von Strohleuten auf FDP-Konten eingezahlt worden sein sollen.
Geld aus dunklen Quellen
Die Bundestagsverwaltung sieht darin einen Verstoß gegen das Parteiengesetz. Es präzisiert Artikel 21 des Grundgesetzes, nach dem Parteien die Herkunft und die Verwendung ihres Geldes offenlegen müssen, damit sie nicht heimlich und undemokratisch beeinflusst werden. Spender, die der Partei in einem Jahr mehr als 10.000 Euro überlassen, müssen deshalb im Rechenschaftsbericht namentlich aufgelistet werden. Zuwendungen, deren Herkunft unklar ist, dürfen die Parteien ab 500 Euro nicht annehmen, Spenden von Ausländern sind in der Regel ab 1000 Euro tabu.
Für illegal angenommene Spenden müssen die Parteien die dreifache Summe als Strafe zahlen - das macht für die FDP 2,4 Millionen Euro wegen der anonymen Großspenden. Dazu kommen noch 1,1 Millionen Euro Strafe, weil Spenden nicht veröffentlicht wurden. Nicht eingerechnet sind darin die 873.500 Euro, die die FDP schon bei der Bundestagsverwaltung hinterlegt hat.
Woher das Geld stammt, das Möllemann verwendet und auf Konten im Ausland angesammelt hat, ist bis heute unklar. Spekulationen über seine Herkunft aber gibt es viele: Mal werden arabische Quellen vermutet, die sich dafür bedankt haben könnten, dass der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Möllemann sich für die Lieferung von Fuchs-Panzern an Saudi-Arabien eingesetzt hat. Immer wieder waren Firmen in Verdacht geraten, die für den Verkauf der ostdeutschen Leuna-Raffinerie gezahlt haben könnten.
Beweise für diese Vermutungen aber fand das Landeskriminalamt nicht. Die Sonderkommission hatte fast zwei Jahre gegen fünf ehemalige Helfer Möllemanns ermittelt. Das Verfahren gegen Möllemann selbst wurde eingestellt, nachdem der Politiker im Juni 2003 bei einem Fallschirmsprung starb. Ob es sich dabei um einen Suizid handelte, ist ebenfalls nicht geklärt.
Nur die CDU hat mehr gezahlt
Der Strafbescheid an die FDP ist der zweithöchste, den die Bundestagsverwaltung je gegen eine Partei verhängt hat. Mehr musste nur die CDU Ende der neunziger Jahre zahlen: 21 Millionen Euro. In Hessen hatte sie 1983 umgerechnet zehn Millionen Euro in die Schweiz verschieben lassen und das verschwiegen.
Sollte eine der Parteien gegen das heutige Urteil Rechtsmittel einlegen, müsste sich demnächst das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg mit dem Fall beschäftigen.
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(sueddeutsche.de/dpa/sukl/mati)
Obama zeichnet Bob Dylan aus
Unser Volk ist moralisch so verkommen,Parteien,welche solche Koryphäen wie Westerwelle und Koch in ihren Reihen haben,in Regierungsverantwortung zu schicken.
Wie wenig Anstand muß ein Mensch haben,sein Kreuz bei CDU und FDP zu setzen.
Von Westerwelle stammt der Satz:"Es darf nicht sein,dass 20 Jahr nach dem Fall Kommunisten und Sozialisten wieder etwas in Deutschland zu sagen haben."
Dieser Sprech-gewiß in etwas abgewandelter Form-könnte auch von jemand Anderem ein paar Jahrzehnte vorher gesagt worden sein.
Trotzdem hats den deutschen Michel nicht interressiert.
Hoffentlich müssen die die Kohle zurückzahlen......andererseits traue ich denen auch zu,das es unter dem Namen "Freiheitliches Konjunkturprogramm2" irgendwie vom Steuerzahler abgezwungen wird.
Schlimm eigentlich,dass ich/man denen alles zutraue/t.
"Der damalige Landesvorsitzende in Nordrhein-Westfalen, Jürgen Möllemann, soll zwischen 1996 und 2002 fast zwei Millionen Euro Spenden aquiriert haben - anonyme Großspenden, die gestückelt und dann von Strohleuten auf FDP-Konten eingezahlt worden sein sollen."
Wir werden nicht nur von SED-Leuten regiert, sondern auch von Betrügern, die eigentlich in den Knast gehören. Die Wähler wollten es so.
Der Hotel- u. Gaststättenverband wird das übernehmen.
Schadenfreude kenn ich nicht !
Die FDP gehörte schon bei der Flick-Affäre zu den lautesten Verfechtern der These, dass es sich beim verbotenen Umgang mit Spendengeldern um reine Kavaliersdelikte handelt. Diese Einstellung hat sich bis heute gehalten.
Wenn die Sache nicht bekannt geworden wäre, dann hätten Westerwelle & Co das Geld ohne jegliches Schuldbewusstsein schon längst auf den Kopf gehauen. Sollte die Strafe tatsächlich rechtsgültig bleiben, muss man sich aber keine Sorgen machen. Das FDP-Klientel wird schon einspringen. Da muss nur ein Herr Rösler mal schnell einen Gesetzesentwurf abändern (sofern das überhaupt noch nötig ist) und schon wird die Versicherungsbranche oder die Pharmaindustrie sich entsprechend dankbar zeigen.
Diese Partei ist hinsichtlich ihres Charakter mit einem schwarzen Loch zu vergleichen.
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