Erstmals in Europa wird eine mutmaßliche CIA-Entführung vor Gericht gebracht: Vier Jahre nach der Verschleppung des ägyptischen Terrorverdächtigen Abu Omar beginnt im Juni in Mailand ein Prozess gegen 26 Agenten des US-Geheimdienstes.
Auch der ehemalige Chef des italienischen Militärgeheimdienstes Sismi, Nicolo Pollari, und dessen Stellvertreter werden angeklagt. Abu Omar selbst will aussagen.
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"Er will nach Italien zurückkehren", zitieren italienische Zeitungen am Freitag einen Anwalt des Ägypters, der vor wenigen Tagen in seiner Heimat aus der Haft entlassen worden war. Er habe Vertrauen in die italienische Justiz und sei von seiner Unschuld überzeugt.
Washington lehnt eine Auslieferung der angeklagten Agenten ab. Auch die Regierung in Rom versuchte, eine Prozesseröffnung zu verhindern, weil es um Staatsgeheimnisse gehe.
Der islamische Geistliche Abu Omar war nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft 2003 von CIA-Agenten in Mailand entführt und über den US-Militärflughafen Ramstein in Deutschland nach Ägypten gebracht worden, wo er nach eigenen Angaben schwer gefoltert wurde.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(dpa/SZ)
Protest gegen dritte Startbahn
Auch sonst fragt man sich, worin der Neuigkeitswert der Nachricht besteht. Wie weit ist denn die Staatsanwaltschaft Muenchen?