Die Opposition zieht durch Teheran, die Ayatollahs fordern Dialog, selbst die Armee hadert mit Einsätzen gegen das Volk: Die Machtbasis des Regimes wird immer schmaler.
Wenn die Informationssplitter aus Iran über die Demonstrationen zum Trauertag Aschura überhaupt ein Fazit erlauben, dann dies: Das Fußvolk überholt die Anführer des Protests.
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V für Victory: Eine blutbefleckte oppositionelle Demonstrantin reckt die Finger zum Siegeszeichen (© Foto: AFP)
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Abgerissene Plakate des geistlichen Führers Ali Chamenei und Sprechchöre, die dem Diktator den Tod wünschen, entsprechen nicht den Parolen der beiden Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi und Mehdi Karrubi. Diese stehen nun vor einem Dilemma.
Wenn sie dabei bleiben, dass sie die Institutionen der Islamischen Republik grundsätzlich anerkennen und ihren politischen Widerspruch legal geltend machen wollen, dann könnten ihnen die Gefolgsleute davonlaufen.
Denn viele der Unterstützer wollen inzwischen etwas anderes: den Regimewechsel.
Übernähmen Mussawi und Karrubi die Forderung nach Regimewechsel, dann träfe sie der Blitzstrahl der Justiz. Sie würden mutmaßlich vor Gericht gestellt, was Radikale längst fordern.
Von solchen Widersprüchen profitieren die Machthaber freilich nicht. Ihre Vertrauensbasis wird schmäler.
Von den großen Ayatollahs in Ghom steht nur noch einer auf ihrer Seite. Eine Gruppe prominenter Kleriker hat Chamenei in einem vertraulichen Schreiben zum Dialog mit Mussawi und Karrubi aufgefordert.
Ein anderes Papier, angeblich verfasst von Kommandeuren der regulären Streitkräfte, soll davor gewarnt haben, die Armee gegen das Volk einzusetzen.
Viele der Eingekerkerten hätten mehr für die Revolution getan als ihre Verhörbeamten, sagt der ehemalige Reformpräsident Mohammed Chatami.
Innerhalb des Regimes sind viele unzufrieden, dass nicht mehr Turbane, sondern die Militärdrilliche der Pasdaran das Bild Irans bestimmen.
Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in mehreren iranischen Städten wurden nach Berichten regierungskritischer Websites mindestens acht Menschen getötet, darunter auch ein Neffe von Oppositionsführer Mussawi. Weitere Videos finden Sie hier
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 28. Dezember 2009/odg)
Protest gegen dritte Startbahn
Krise durch Boykott des Irans von Seiten der USA u. GBR, weil GBR weiter fast alles vom Gewinn am Erdöl haben wollte, die Iraner aber wenigstens die Hälfte. (http://209.85.135.132/search?q=cache:iSmbxHCuX1QJ:de.wikipedia.org/wiki/Iran+Wahlen+in+Persien&cd=2&hl=de&ct=clnk&gl=at) :
"Trotz dieser Ergebnisse wählte das Parlament Mohammad Mossadegh ein weiteres Mal zum Premierminister des Landes." (Parlament? Da muss es doch in irgendeiner Form Wahlen gegeben haben. Oder?)
"Wenig später wurde Mossadegh durch die Operation Ajax gestürzt, eine Aktion der US-Regierung unter Eisenhower durch Kermit Roosevelt (Junior) und Monty Woodhouse mit Hilfe der CIA."
Übrigens unterstützte der Westen, als der Schah nicht mehr zu halten war, keineswegs die Entstehung einer modernen, fortschrittlichen Demokratie, sondern wen? Richtig! Die Kreise um Ayatollah Khomeini, deren konservative, rückschrittliche Gesinnung bekannt war:
"Auf der Konferenz von Guadeloupe 1979 beschlossen der französische Präsident Valéry Giscard dEstaing, Präsident Jimmy Carter aus den USA, Premierminister James Callaghan aus Großbritannien und Bundeskanzler Helmut Schmidt, den Schah nicht mehr zu unterstützen und das Gespräch mit Ayatollah Ruhollah Chomeini zu suchen.
Ayatollah Chomeini kehrte am 1. Februar 1979 aus dem französischen Exil zurück, wo er sofort eine Islamische Republik formte."
Könnte es nicht sein, dass einige westliche Politiker ziemlich starke Pharisäer sind?
Remember:
versuchter Putsch gegen Castro: Bruch des Völkerrechts
versuchter Putsch gegen Chavez: Bruch des Völkerrechts
vollendeter Putsch gegen Allende: Bruch des Völkerrechts
Was wolltest Du uns denn damit überhaupt sagen? Dass Amerika wegen der Besetzung der Botschaft Recht auf einen Krieg gegen Iran hat? Damit Amerika die beiden einzigen noch verbliebenen konkurrenzfähigen Wirtschaftszweige, den Krieg und die Ölindustrie, weiter auslasten kann?
"US ist die Nr. 1 und wer dagegen aufbegehrt hat nichts mehr zu lachen.Aufsässigkeit gegen diese Weltmacht muss bestraft werden und wird bestraft"
Oho. Wenn ich mir so ansehe, wie China in Kopenhagen mit Amerika umgegangen ist - drittklassige Emissionäre senden - warte ich ja immer noch auf die Strafe.
Oder ist es nicht vielmehr so dass China, alleine mit dem angedrohten Verkauf amerikanischer Staatsanleihen, die "Nr. 1" disziplinieren kann?
Wer hoch steht, der tief fällt. Warum soll es Amerika anders, besser, gehen als England, Frankreich, Deutschland, Russland, Österreich+Ungarn,...?
Sie schrieben
"Nun, ich glaube auch, dass die Proteste der Studenten von westlichen Geheimdiensten angezettelt werden, der Iran eignet sich nicht für eine Demokratie unseren Musters, die Mehrheit des Volkes hat eine ganz andere Idoelogie insbesondere die Landbevölkerung, das übersehen wir sehr gern im Westen.
Ich glaube der wahre Knoten ist mal wie immer im nahen Osten das Reizthema ISRAEL, der Landraub von den Palestinänser und die Israellobby (IPAC) in den USA.
Würden wir diese Ungerechtigkeit beseitigen... würden sich viele andere Brennpunkte von ganz allein auflösen."
Ich teile ausdrücklich Ihre hier zum Ausdruck gebrachte Meinung, insbesondere den allerletzten Satz!
ABER was täten dann
- der besonders in den USA übermächtige "industrielle Komplex" d.h. die Kriegsgüter-Hersteller und ihre Finanier von der Wall Street? Däumchen drehen?
- die inzwischen ebenfalls, mit den zuvor Genannten weitgehend identischen Anhänger des Alten Testaments mit Judäa und Samaria bis zum Eintreffen ihres Jüngsten Gerichts?
"Es kann niemand in Frieden leben, wenn es den USA nicht gefällt"
Remember: Geiselnahme der US-Botschaft. Bruch des Völkerrechts.
US ist die Nr. 1 und wer dagegen aufbegehrt hat nichts mehr zu lachen.Aufsässigkeit gegen diese Weltmacht muss bestraft werden und wird bestraft
Weshalb ich mit erlaube, ihn hier nochmals zu wiederholen:
"Die Berichterstattung deutscher Leitmedien ist ein einziger Skandal. Wieso hinterfragt niemand der SZ "Journalisten"
- was noch hinter der permanenten Iran-Hetze stecken könnte?
- ob nicht die gigantischen Bodenschätze Afghanistans der wahre Grund für den Kriegseinsatz dort sein könnte?
- wer noch hinter dem "Terrorakt" des Nigerianers in dem Flugzeug vor einigen Tagen stehen könnte? Evtl. sogar die amerikanischen Geheimdienste selbst, damit die Welt noch weiter unterjocht werden kann?
Das letztere wird sogar von vielen - noch kritisch und demokratisch denkenden - Amerikanern angenommen, mit denen ich hierüber diskutieren konnte.
Eine neue Form des Faschismus hat längst die Macht in dieser Welt ergriffen - eine Tatsache, die ausdrücklich durch die Redaktion der SZ mit verursacht, wenn nicht gar unterstützt wird.
Die Auffassung der SZ-Redaktion von Journalismus ist ein einziger Skandal! "
Den letzten Satz gegen die ZS-Journalisten möchte ich allerdings mit dem Sprichwort relativieren:
"Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!"
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