Proteste in Brasilien Rousseff soll Confed-Cup-Finale fernbleiben

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff bei einem Treffen mit Anhängern der Protestbewegung 

(Foto: REUTERS)

Spektakel ohne Präsidentin: Beim Finale des Confed Cups treffen Gastgeber Brasilien und Weltmeister Spanien am Sonntag aufeinander. Medienberichten zufolge wird die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff nicht im Stadion sein. Sie reagiert damit auf die Massenproteste.

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff wird nach Angaben brasilianischer Medien nicht zum Finale des Confed Cups am Sonntag zwischen Brasilien und Spanien in Rio de Janeiro kommen. Dies berichteten beispielsweise die Blätter O Globo und Correio Braziliense.

"Ich bin kein Prophet und weiß nicht, ob sie da sein wird. Ich habe bis jetzt noch keine Bestätigung, dass sie zum Finale kommen wird", sagte Fifa-Präsident Sepp Blatter demnach. Der umstrittene Verbandschef war am 15. Juni vor dem Eröffnungsspiel ebenso wie Rousseff von den Fans ausgepfiffen worden.

Unter anderem deshalb soll die Staatspräsidentin des bevölkerungsmäßig fünftgrößten Land der Erde dem Endspiel im legendären Stadion Maracanã fernbleiben. Außerdem werden in Rio am Sonntag erneut Massendemonstrationen gegen die Milliardenausgaben für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 erwartet.

Rousseff hatte bereits versucht, die sozialen Spannungen in Brasilien mit der Ankündigung eines Referendums über politische Reformen zu befrieden.