Dennoch scheint es manchen Nutzern zu gelingen, die Sperre zu umgehen. Im Minutentakt laufen Nachrichten ein, die zum Teil nach Angaben der Nutzer auch aus Ägypten kommen: "Twitter mag ja blockiert sein, aber unsere Regierung unterschätzt die Fähigkeiten kluger Leute, diese Sperre zu umgehen. Siehe Tunesien", schreibt einer. Ein anderer schreibt: "Vielen Dank an die ägyptische Regierung, dass sie die Macht des Volkes unterschätzt. Was wir begonnen haben, wird nicht enden, bevor wir unsere Würde zurückhaben." Und wieder ein anderer hat ein Foto hochgeladen, das zeigt, wie die Demonstranten die Innenstadt von Kairo vereinnahmt haben.
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Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten in der Innenstadt von Kairo: Im Internet finden sich Aufrufe zu einem zweiten Protesttag, die Regierung indes kündigte an, dagegen mit aller Härte vorgehen zu wollen. (© REUTERS)
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Das ist es denn auch, was die Opposition eint: der Kampf gegen die Regierung von Präsident Mubarak, der seit 30 Jahren an der Macht ist. Unter den Demonstranten befinden sich Berichten zufolge sowohl Bürger, die zum ersten Mal gegen Korruption und die wirtschaftliche Situation auf die Straße gehen, als auch islamistische Gegner der Regierung Mubarak. "Es geht nicht darum, dass der Islam die Lösung ist", zitiert die New York Times einen Beobachter. Die großen ideologischen Linien seien bei den Protesten bislang nicht sichtbar geworden.
Unterstützung für Mubarak kommt unterdessen aus den Vereinigten Staaten: Die USA haben der politischen Führung des Landes ihr Vertrauen ausgesprochen und gleichzeitig beide Seiten zu Ruhe und Gewaltverzicht aufgefordert. Die Regierung des 82-Jährigen sei "stabil" und tue ihr Bestes, den Forderungen der Demonstranten entgegenzukommen, sagte Außenministerin Hillary Clinton bei einer Pressekonferenz in Washington. Das autoritäre Regime in Ägypten zählt zu den wichtigsten Verbündeten der USA in der arabischen Welt - und soll es auch bleiben.
Bisher argumentieren Mubaraks Unterstützer damit, dass die Umstände, die in Tunesien vor knapp zwei Wochen zum Umsturz geführt haben, ganz andere gewesen seien als in Ägypten. Und die israelische Zeitung Jediot Achronot bemerkt, dass es auch keinen Grund für eine Reisewarnung gebe: Schließlich hätten die ägyptischen Sicherheitskräfte einige Erfahrung darin, Demonstrationen zu unterdrücken.
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Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(sueddeutsche.de/liv/hai/woja)
Amerika schützt die Desposten im Orient, doch deren Zeit ist abgelaufen. Will der westen verhindern, dass die Islamisten die Oberhand gewinnen so mußß er schleunigst umdenken. Doch die Denke im Westen wird in den USA festgelegt, so ist das schon seid über 50 Jahren, ist das eigentlich normal?
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...dann versuche ich es mal so: Demokratie und freie Willensbildung eines gesamten Volkes inklusive ausgleichender (wirtschaftlicher) Gerechtigkeit ist eine Illusion; und zwar in jedem Staat und jeder Gesellschaft dieser Welt.
Es geht also darum, dem Volk das Gefühl von Genugtuung und Zufriedenheit zu verschaffen. Und wenn es dazu einen Wechsel der Machthaber braucht, dann ist das eben so. Ich vertrete trotzdem die Ansicht, das "zufriedene" (warum auch immer) Gesellschaften im arabischen Raum (und generell) für die Gesamtheit der Welt vorteilhafter sind.
Ihre Angst vor einem Machtvakuum kann ich nicht nachvollziehen: Was kann denn schlimmstenfalls passieren? Der Aufbau eines "4.Reichs" der sich "Lebensraum im Norden" verschaffen will? Ich bitte Sie...
Wenn mittelfristig wieder menschenrechtsverletzende, korrupte, intransparente, diktatorische Strukturen in Tunesien/Ägypten/etc. die Macht ergreifen, dann haben wir ja unseren Status Quo zurück. Wenn nicht, umso besser.
Ich mag Scheuklappendenken genauso wenig wie Sie. Bedenken Sie dabei, das Scheuklappen nicht nur den Blick in eine Richtung verhindern...
Dass ich nicht lache! Schon sehr niedlich wie naiv manche hier denken, dass nach einem Umschwung in einem dieser Länder das Volk an die Macht kommt. Aus diesem Volk wird es nur ein Einziger oder eine kleine Gruppe sein. Nicht das Volk - keine Demokratie. Naives und weltfremdes Denken kann sehr wehtun, also lasst es. Xoixel, tu es wie der Wahrheitssuchende und such erstmal nach irgendwas...
Eine Kettenreaktion in diesen Ländern würde verherende Folgen haben!
Flüchtlingsströme im 5- oder 6-stelligen Bereich gen EU sind natürlich viel besser. Wahrscheinlich bedauern Sie es auch, dass unsere waffenstarrenden FRONTEX-Truppen zu wenig "zufällig" gesunkene Schlauchboote auf dem Meer treibend finden.
Ein Riesenmachtvakuum direkt vor Europas Türen - das darf nicht passieren!
Wie war das - "alle Macht geht vom Volke aus"? Wenn die arabischen Gesellschaften selbst für erträgliche Lebensumstände in ihren Ländern sorgen können, dann hat das Vorteile für uns alle. Natürlich gibt es dann weniger Verzweiflung und Terrorismus was die Einführung von weiteren entmündigenden "Sicherheits"-Gesetzen in westlichen Ländern erschwert. Achja: Wahrscheinlich müssten wir dann auch noch realistische Preise für Öl und andere Rohstoffe zahlen. So ein Mist!
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