Ein Hauch von Tunesien weht durch die Straßen von Kairo: Zehntausende demonstrieren gegen das Regime von Hosni Mubarak. Die Polizei geht mit Wasserwerfern gegen die Menschen vor.
Die Welle der Proteste gegen Armut und Unterdrückung ist von Tunesien nach Ägypten übergeschwappt. Am Dienstag gingen Tausende in der Hauptstadt Kairo und andernorts auf die Straße, um gegen die seit drei Jahrzehnten andauernde Herrschaft von Präsident Hosni Mubarak zu demonstrieren.
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In Kairo kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten. (© AFP)
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"Nieder mit Hosni", skandierten die Menschen im Zentrum von Kairo. Die Demonstranten schwenkten ägyptische Fahnen und forderten politische und soziale Reformen, einige bewarfen die Polizei mit Steinen. Vor dem nahe gelegenen Parlament setzten die Sicherheitskräfte Wasserwerfer ein, um die Menge zu vertreiben. Das Innenministerium drohte mit Festnahmen.
Protestbewegungen in dieser Größe sind in dem bevölkerungsreichsten Land der arabischen Welt ungewöhnlich. Selten kamen dort mehr als ein paar Hundert Demonstranten zusammen, Kundgebungen wurden in der Regel schnell von der Polizei aufgelöst. Von der Revolte in Tunesien ermutigte Ägypter hatten zuvor im Internet zu einem "Tag des Zorns" aufgerufen und so die Demonstranten mobilisiert.
Die genaue Zahl der Teilnehmer war schwer zu bestimmen, weil sich die Protestzüge auf mehrere Städte verteilten. Augenzeugen zufolge dürften es aber mehrere Tausend gewesen sein. Die Polizei sprach von etwa 15.000 Teilnehmern, Ihnen gegenüber standen 20.000 bis 30.000 Polizisten.
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(SZ vom 26.01.2011/jab)
@zombie 1969.de
in der Beziehung würde ich unsere grünen Politiker fragen. Könnte mir dann gut vorstellen, dass Ägypten sofort in die EU aufgenommen wird. Damit ist das Einwanderungsproblem vom Tisch. EU-Bürger herzlich willkommen.
Sie haben das Prinzip der Demokratie anscheinend noch nicht ganz verstanden. Wenn die Mehrheit "Islamisten" will, dann ist es das gute Recht dieser Mehrheit, die auch zu bekommen, zumla das was hierzulande mit "Islamist" bezeichnet wird um es zu delegitimieren eine völlig normale Sache ist:
"Die großen islamistischen Parteien im Mittleren Osten haben nichts zu tun mit al-Qaida (die es kaum noch gibt) oder antiwestlichen Programmen. Ihr Hauptziel ist es, die vom Westen unterstützten Oligarchien loszuwerden, die die muslimische Welt in Rückständigkeit und in Knechtschaft halten. Ihre gemeinsame Plattform bilden die gerechte Aufteilung des Einkommens aus den Ressourcen, Einrichtung von sozialer Wohlfahrt, Bildung, Beseitigung diebischer Oligarchien und Bekämpfung der endemischen Korruption." antikrieg.com/aktuell/2011_01_19_grosse.htm
Das schreibt kein "Islamist" sondern ein amerikanischer Journalist, der für die New York Times und den American Conservative schreibt und dem International Institute for Strategic Studies angehört.
Das sind doch ehrenwerte Ziele, oder nicht?
Ist eh´ längst überfällg! Viel Glück!
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" Ist man in Europa
vorbereitet auf allfällige Flüchtlingsströme sollte in diesen Länder in Nordafrika ein Flächenbrand ausgelöst werden? "
Klar! Jeder, der die längst überfällige Demokratisierung dort kaputt redet, bekommt eine Familie zwangeinquartiert. Machen Sie sich also lieber schonmal Gedanken, wo Sie Ihre Möbel in der Zwischenzeit einlagern wollen, zombie! :-))))
Paging