Totgeglaubte demonstrieren länger: Mobilisiert durch die Grünen haben in Gorleben mehr Menschen als erwartet gegen die Castoren protestiert.
Erwartet wurde ein Schaustück deutscher Protestroutine. Wieder einmal war am Wochenende einer dieser vermeintlich unausweichlichen Transporte mit Castoren aus Frankreich nach Gorleben ins Zwischenlager unterwegs.
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Grünen-Politiker bei Demonstration gegen die Atommüll-Transporte: Renaissance des alten Kampfes. (© Foto: dpa)
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Wieder mal sollten Tausende Polizisten die lange Strecke ins Wendland abschirmen, weil sich Mitglieder der zuletzt immer kleiner gewordenen Anti-Atom-Bewegung dem Transport in den Weg stellen würden.
Seit Jahren steht die Konfrontation als Symbol für die ungelöste Situation im Umgang mit dem Atommüll.
Aber eine politische Debatte ging davon nicht mehr aus. Mit dem rot-grünen Beschluss zum Ende der Atomnutzung galt der Streit als befriedet.
Diesmal war es anders: In Gorleben war mehr zu beobachten als die Wiederaufführung eines Rituals. Nun haben, mobilisiert durch die Grünen, viel mehr Menschen demonstriert als zuletzt. Die Proteste erinnerten an die präzise organisierten Auftritte der Globalisierungsgegner bei G-8-Gipfeln.
Die gewaltfreien Blockaden waren präzise vorbereitet und zogen auffallend viele junge Demonstranten an. So könnte sich eine totgeglaubte Bewegung neu gründen.
Vielleicht haben die Zustände im Atomlager Asse diesen Aufmarsch ermöglicht. Vor allem aber ist hier ein Signal an die Atomwirtschaft zu beobachten, aber auch an die Kanzlerin und ihre Union.
Der von SPD und Grünen erzwungene Atomausstieg gilt gerade vielen jungen Bürgern als selbstverständliche Errungenschaft. Wer ihn mit Verweis auf die Klimakrise in Frage stellt und die Atomkraft als Öko-Energie preist, wird also kein leichtes Spiel haben - sondern provoziert die Renaissance eines alten Kampfes.
(SZ vom 10.11.2008/gba)
Bundespräsident Gauck
Aber da noch noch sicher abzusehen ist , ob es die herbeigebeteten "regenerativen" Alternativen auch wirklich gibt, ist es töricht, die Forschungen auch an der Kernenergie (Spaltung UND Fusion) nicht weiterlaufen zu lassen.
Außerdem können wir in der Sicherheitstechnik weiter unsere Kenntnisse den anderen auch anbieten , die voll auf Kernkraft setzen und behalten unsere Stellung im Know-how und den Einfluß auf die Entwicklung in der Welt in diesem Sektor, der wieder am Kommen ist wegen der Energieknappheit.
Denn wer auf Uran verzichtet, der muß ja mehr anderes nehmen, wenn er sich nicht erheblich einschränken will.
Und da sehe ich bei den Indern und Chinesen vorerst keine Bereitschaft dazu, denn in China geht jede Woche ein neues Kohlekraftwerk ans Netz, AKWs sind in Bau und Planung und China hat bei rund 7% der Weltlandwirtschaftsfläche ca. 23% der Weltbevölkerung zu ernähren.
Die nehmen alles, was sie kriegen können an Uran, Kohle, Erdgas, Erdöl, Nahrung auf dem Weltmarkt, denn selber haben sie das ja nicht alles ausreichend im Lande.
Und das sind die Fakten dieser Welt.
Die Chinesen haben aber seltene Erden, die die Computerindustrie braucht, und damit knebeln sie die anderen gnadenlos, denn wer mit Chinesen Geschäfte machte, der kennt das Verhalten.
That's life, Ihr deutschen Grünen, in China singen sie "Es glüht so Glühn..." ;-))))))))
selbstaendig
Auch ich halte die Atomkraft nicht für die beste Lösung auf lange Sicht.
Allerdings fehlen mir derzeit die langfristigen Alternativen, die bereits heute dafür sorgen, dass wir Energiesicherheit haben! Solange die regenerativen Energien noch nicht so weit entwickelt sind, dass sie den Bedarf in Deutschland dauerhaft decken können wir uns eine Abschaltung nicht leisten.
Dass man über die Sicherheit in Deutschland diskutiert ist dabei auch völlig in Ordnung, aber was hilft es, wenn wir die Dinger hier abschalten und dann den Atomstrom aus dem Ausland ordern? Das ist dann sicherer - zumindest für uns - und in meinen Augen eine große Heuchelei!
Erst müssen international haltbare und dauerhafte Alternativen gefunden werden. Um dies zu tun, ist Protestieren und Demonstrieren angebracht und wahrscheinlich notwendig. Die Transporte die derzeit aber stattfinden sind eben auch leider notwendig. Derzeit haben wir eben noch den Atomstrom und produzieren den Müll. Sollen die Franzosen diesen jetzt bei sich behalten? Wieder eine Verlagerung des Problems, das uns Deutschen hilft, aber sonst niemandem. Den Müll den wir produziert haben, müssen wir auch selbst beseitigen. Da hilft nix! Daher ist es in meinen Augen Unsinn die Transporte verhindern zu wollen. Wichtig ist es nach Alternativen zu suchen und wenn diese in ausreichender Menge vorhanden sind, die Produktion von Atomstrom und somit die Produktion von Atommüll einzustellen! Alles andere ist Zwecklos!
An 12 Standorten produzieren in Deutschland noch immer Atomkraftwerke radioaktiven Müll, ohne dass dessen sichere Endlagerung für Jahrtausende geklärt wäre. Abgesehen davon kann es jederzeit in einem der 17 Reaktoren zu einem Störfall kommen, der ganze Landstriche unbewohnbar macht. Die einzig sichere Alternative: Abschalten!
Dieser Protest der GRÜNEN hat allenfalls rituellen Charakter und dient der Medieninszenierung. Politisch haben sich die GRÜNEN von ihren Wurzeln extrem entfernt, was man an den Koalitionsvereinbarungen zwischen Schwarz/Grün in Hamburg schmerzlich nachvollziehen muss. Normalerweise müsste man als Veranstalter solcher Demonstartionen den GRÜNEN die Teilnahme verbieten. Und wie sich deren Gallionsfigur Frau Roth in forderster Front präsentiert, ist schon schwer zu ertragen.
Die Blüten sind nach und nach verwelkt oder abgefallen. Das Weiterleben einer Pflanze entscheiden ihre Wurzeln und ihr Grün, das Energie umsetzen kann und den Wachstumsprozess garantiert. Wenn sich die Grünen jetzt auf ihre Wurzeln besinnen, können die Eskapaden ihrer früheren und momentanen Vertreter bald lehrreiche Geschichte sein.
Die Klakeure und Kommentatoren am Rand dürfen sich auf neue Zeiten einstellen- es sei den, sie lieben Überraschungen.
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