Protest gegen China Junge Tibeterin verbrennt sich selbst

Die Serie der Selbstverbrennungen von Tibetern reißt nicht ab. Aus Protest gegen die chinesische Herrschaft hat sich eine 26-Jährige angezündet.

Die Serie der Selbstverbrennungen von Tibetern reißt nicht ab: Aus Protest gegen die chinesische Herrschaft über ihr Volk hat sich eine 26-Jährige vor einem tibetischen Kloster in der Provinz Gansu mit Benzin übergossen und angezündet. Sie starb noch an Ort und Stelle, wie die in London ansässige Organisation Free Tibet mitteilte.

Die junge Frau namens Dolkar Kyi habe zuvor lautstark Freiheit für die Tibeter und die Rückkehr ihres religiösen Oberhauptes, des Dalai Lama, gefordert. Die tibetische Exilregierung im nordindischen Dharamsala bestätigte die Selbstverbrennung.

Erst am Montag hatte sich ein buddhistischer Mönch in der südwestchinesischen Provinz Sichuan selbst angezündet. Polizisten hätten die Flammen gelöscht und den 21-Jährigen in ein Krankenhaus gebracht, teilte Free Tibet mit. Über den Zustand des jungen Mannes sei nichts bekannt. Seit 2009 haben sich damit 46 Tibeter in den chinesischen Provinzen Sichuan, Qinghai und Gansu sowie der Autonomen Region Tibet selbst angezündet. Mehr als 20 kamen dabei ums Leben.