Im Wahlkampf sammelte sie für Obama eine Rekordspendensumme, nun steht sie vor dem großen Aufstieg: Die Milliardärin Penny Pritzker soll Wirtschaftsministerin werden.
Sie ist eine Größe in der Geschäftswelt von Chicago. Ihre Familie stammt aus der Metropole am Michigansee und mit den Millionen aus dem großväterlichen Erbe der Hyatt-Hotels konnte sie selbst ein kleines Imperium bauen. Keine Frage, dass Penny Pritzker eines Tages mit einem anderen berühmten Bürger der Stadt zusammentreffen würde, mit Barack Obama.
(© Foto: www.penny-pritzker.com)
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Genau wie der künftige US-Präsident hat die Businessfrau in Harvard studiert, allerdings Wirtschaft. Ihre Familie hat schon immer die Spitzenpolitiker der Demokraten unterstützt, und Barack Obama lernte sie bereits vor zehn Jahren kennen, in einem Basketball-Trainingscamp. Ihre Kinder lernten dort bei Craig Robinson, und das ist zufällig der Bruder von Michelle Obama.
So wurde sie zur guten Bekannten der Familie Obama - und unterstützte den Shooting Star der Demokraten an vorderster Stelle bei seiner Wahlkampagne. Der Lohn der Mühe: Penny Pritzker hat beste Aussichten, die neue Wirtschaftsministerin der USA zu werden.
Die 49-Jährige bringt vieles mit: unternehmerische Erfahrung, finanzielle Unabhängigkeit, großes Organisationstalent und ein weit verzweigtes Netzwerk. So jemand braucht Barack Obama, wenn er die marode US-Wirtschaft wieder flott machen will. Immerhin wurde Pritzker von Forbes schon auf der Liste der 100 einflussreichsten Frauen der Welt geführt. Mit einem Vermögen von 2,8 Milliarden Dollar rangiert sie in der aktuellen Hitparade der reichsten Amerikaner auf Platz 135.
Zum Imperium gehört manches. Sie leitet die Immobilienfirma Pritzker Realty Group, den Finanzdienstleister TransUnion (Kreditkartenservice) und den Flughafen-Shuttle-Service The Parking Spot. Außerdem hat sie mit der Classic Residence of Hyatt eine erfolgreiche Kette für Seniorenresidenzen aufgebaut. Und natürlich sitzt sie im Aufsichtsrat des Hyatt-Hotelkonzerns.
Und Penny Pritzker ist nicht nur geschickt bei der Vermehrung des eigenen Vermögens, sondern auch beim Spendensammeln für andere. Als Obamas Finanzchefin im Wahlkampf schaffte sie es, Hunderttausende Kleinspender über das Internet zu erreichen. So kam die Rekordsumme von 700 Millionen US-Dollar zusammen. Diesem Geniestreich, den die Hyatt-Erbin zu verantworten hat, verdankt Obama letztlich seine Wahl.
Wird die Managerin tatsächlich bald US-Ministerin, erhält sie noch mehr Einfluss. Lust auf den Job habe sie, meldet bereits der Fernsehsender CNN. Doch zuerst muss sie noch die übliche Überprüfung durch Obamas Wahlkampfteam überstehen.
Im Kampf um den Ministerposten hat Penny Pritzker einen weiteren Vorteil gegenüber der Rivalin Laura D'Andrea Tyson, einer ehemaligen Bill-Clinton-Beraterin: Sie gehört wirklich zu den "FOBs", den "Friends of Barack" aus Chicago.
Zusammen mit ihrem Mann Bryan Traubert - beide haben zwei Kinder - setzt sie sich sehr für das Schul- und Erziehungssystem in ihrer Heimatstadt ein. Mit viel Geld unterstützt sie mehrere Förderprogramme. Und sie hat einen Traum: die Olympischen Spiele 2016 nach Chicago zu holen.
Als Wirtschaftsministerin könnte sie da vielleicht ein wenig nachhelfen.
(sueddeutsche.de/jja)
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Die Hautfarbe ändert sich, aber das ist auch schon alles.
wer hier noch an das Primat der Politik glaubt. Die Kontinuität der Wirtschaft wäre auch in der neuen Regierung gewährleistet. Allerdings mit einer gewissen Akzentverschiebung von Öl und Militär zu Immobilien.
... wird Obama ohnehin brauchen.
www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2008/nr47-vom-17112008/die-berater-obamas-sind-ein-betrug-am-waehler/
ja auch mal was Vernünftiges anfangen. Für Umwelt u Gesundheit, gegen die Armut u Kriege , für Kultur und Frieden, für Freiheit u Gerechtigkeit für alle,für menschenwürdige Verhältnisse auf dem so wunderbaren blauen Planeten ! Hätte da irgend jemand irgend etwas gegen ganz viel Geld auf einem Haufen ??
Paging