Pressestimmen "Die FDP stürzt das Land in eine Krise"

Die Liberalen kommen in mehreren Medien nicht gut weg. Doch auch die Kanzlerin muss Kritik einstecken. Pressestimmen im Überblick.

  • Spiegel: "Kein Vertrauen, nur Verlierer: Die Zeit der Schuldzuweisungen hat begonnen. Dabei tragen alle Beteiligten eine gemeinsame Verantwortung, dass diese Nacht so endete."
  • Bild: "Aus. Vorbei. Die Jamaika-Parteien sind gescheitert. Alle sind sie Verlierer."
  • Zeit: "Herr Steinmeier, übernehmen Sie! Das Aus für Jamaika liegt nicht allein an der FDP, sondern vor allem an CSU und Grünen. Eine Minderheitsregierung wäre jetzt nicht die schlechteste Lösung."
  • Welt/N24: "Jetzt drohen Neuwahlen - wegen erwiesener Unfähigkeit: Zum ersten Mal seit 1949 ist die einzige Koalition der Willigen mit einer Mehrheit nicht zustande gekommen. Die FDP zeigt, dass sie auf sich selbst setzt. Doch mit diesem Poker um eine stabile Regierung werden gefährliche Kräfte geweckt."
  • Berliner Zeitung: "Die FDP stürzt das Land in eine Krise: Vier Wochen lang sprechen vier sehr gegensätzliche Parteien über ein neuartiges Bündnis namens 'Jamaika'. Und dann tut einer der etwaigen Partner das, was er offenbar schon seit Tagen, wenn nicht Wochen vorhatte: Er zieht kaltschnäuzig die Reißleine. Daraus folgt ein immenser Schaden für die Demokratie. Verantwortungslosigkeit ist die Ursache."
  • Tagesspiegel: "Das eine Ende ist da, das andere rückt nah. Die Reise nach Jamaika - vorbei, gestrandet am Riff der Eigensinnigkeit der FDP. Und das andere Ende? Ist das der Angela Merkel als Bundeskanzlerin. Sie ist nur noch geschäftsführend im Amt. Auch sie ist gescheitert - mit ihrem Politikstil."
  • tageszeitung (taz): "Jamaika? Neinmaika! Die FDP lässt die Sondierungen in der Nacht auf Montag platzen. Union und Grüne zeigen eine bislang ungewohnte Nähe."
  • Stuttgarter Zeitung: "Mit Jamaika scheitert auch Merkel: Jamaika bleibt in der Karibik - unerreichbar für Angela Merkel. Die deutsche Kanzlerin wollte ein Bündnis in den Farben der Reggae-Insel knüpfen und ist damit gescheitert. Wer Deutschland künftig regieren soll, ist noch ungewisser als vor 57 Tagen: am Abend nach der Wahl."