Drei Wochen vor der Bundespräsidentenwahl gibt der Kandidat von Union und FDP, Christian Wulff, sein Abgeordnetenmandat zurück. Der niedersächsische Ministerpräsident will so Schaden vom Amt des Bundespräsidenten fernhalten.

Drei Wochen vor der Bundespräsidentenwahl legt der Kandidat von Union und FDP, Christian Wulff, sein Abgeordnetenmandat im Niedersächsischen Landtag nieder.

Wulff will erst nach erfolgreicher Wahl als MP abtreten Bild vergrößern

Will erst nach erfolgreicher Wahl zum Staatsoberhaupt als Landesvater abtreten: Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) (© dpa)

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Damit will der niedersächsische Ministerpräsident formale Ungereimtheiten ausräumen. "Ich habe mich entschieden, das Mandat niederzulegen, um dem Amt des Bundespräsidenten nicht zu schaden", sagte der CDU-Politiker im Landtag in Hannover.

Es hätte rechtliche Hindernisse geben können, wenn Wulff seinen Landtagssitz erst mit der Wahl zum Bundespräsidenten am 30. Juni abgegeben hätte. Es wurden Probleme für eine nahtlose Übernahme der Amtsgeschäfte gesehen. Die Opposition hatte zuvor auch beschlossen, Wulff zu einem sofortigen Mandatverzichts aufzufordern.

Sein VW-Aufsichtsratsmandat werde er in der kommenden Woche abgeben, kündigte Wulff an.

Der 50 Jahre alte Christdemokrat will bis zur Wahl des Bundespräsidenten am 30. Juni Regierungschef bleiben. Wenn er die notwendige Stimmenmehrheit erhält, will er sein Amt als Regierungschef umgehend zurückgeben. Die Opposition hatte einen raschen Rücktritt gefordert.

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(sueddeutsche.de/dpa/odg)