Mehrere Berater von John McCain haben noch im vergangenen Jahr für den europäischen Flugzeugbauer Airbus gearbeitet. Auch der Präsidentschaftskandidat hat sich immer wieder in die Auftragsvergabe eingemischt - angeblich zu Gunsten von Airbus.
Führende Wahlkampfberater des republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain haben sich im vergangenen Jahr als Lobbyisten für Airbus betätigt. Damit zeigten sie sich parteiisch in einem Streit, im dem ausgerechnet John McCain seit Jahren den Schiedsrichter spielt. Auch an seiner Unparteilichkeit wird jetzt gezweifelt.
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Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain (© Foto: Reuters)
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Der Boeing-Vorstandsvorsitzende Jim McNerney kritisierte am Montag, dass in dem Verfahren für den Airbus-Auftrag der US-Luftwaffe im Wert von 35 Milliarden Dollar einiges schief gelaufen sei.
Zwei der McCain-Berater stellten ihre Lobbyarbeit ein, als sie sich dem Wahlkampfteam anschlossen. Ein dritter, der ehemalige texanische Abgeordnete Tom Loeffler, vertrat jedoch auch noch als Finanzchef des Wahlkampfteams die Interessen der Airbus-Muttergesellschaft EADS.
McCain war selbst an den jahrelangen Bemühungen des Pentagons beteiligt, das Geschäft zustandezubringen. So half er dabei, einen früheren Vertrag mit Boeing zu blockieren und brachte das Pentagon 2006 dazu, die Verfahren der Auftragsvergabe so zu verändern, dass auch Airbus daran teilnehmen könne. McCain sagte zu den Vorwürfen, er habe sich lediglich für einen fairen Wettbewerb mit gleichen Voraussetzungen eingesetzt.
Die Entscheidung über den Auftrag für 179 Tankflugzeuge fiel erst Anfang dieses Monats.
Die Tätigkeit der McCain-Berater mache keinen guten Eindruck und werfe auch ein schlechtes Licht auf den Präsidentschaftskandidaten, sagte Richard Aboulafia von der Luftfahrtberatungsgesellschaft Teal. Schließlich sei McCain immer als Verfechter von Transparenz und Reformen eingetreten.
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(AP/bavo/gba)
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