Noch hat Premierministerin Timoschenko ihre Niederlage nicht akzeptiert und droht mit Klagen und Protesten. Doch es wird keine zweite Revolution in der Ukraine geben.
Zwar behält sich Julia Timoschenko vor, das Ergebnis der ukrainischen Präsidentenwahl anzufechten. In der Tat spricht Vieles dafür, dass es Manipulationen zu Gunsten des erklärten Wahlsiegers Viktor Janukowitsch gab. So war es schon vor fünf Jahren gewesen, die dreisten Fälschungen waren damals Auslöser für die "orangene Revolution".
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Die Frau mit dem Gretchenzopf: Die ukrainische Premierministerin Julia Timoschenko bei einer Pressekonferenz nach der Stichwahl. (© Foto: dpa)
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Doch spricht nun im Gegensatz zu 2004 wenig dafür, dass Timoschenko mit ihren Protesten Erfolg haben könnte. Denn die Politikverdrossenheit ist enorm nach all den öffentlich ausgetragenen Konflikten unter dem Spitzenpersonal in Kiew, vor allem auch wegen der Finanzkrise.
Im Video: Nach Auszählung von rund 80 Prozent der Stimmen hat Oppositionsführer Janukowitsch offenbar die Stichwahl um das Präsidentenamt in der Ukraine gewonnen.
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Es ist also kaum anzunehmen, dass sie noch einmal die Massen auf die Straße bringen könnte, so wie sie es bei der "orangenen Revolution" gemeinsam mit dem damaligen Oppositionsführer Viktor Juschtschenko getan hat. Damals spielte sie die Volkstribunin, die für die Benachteiligten kämpfte.
Diese Rolle aber wird sie nun nicht mehr übernehmen können. Sie stand die letzten beiden Jahre an der Spitze der Regierung. Sie wird von einem Großteil ihrer Landsleute für die Folgen der Finanzkrise verantwortlich gemacht, für die steigende Arbeitslosigkeit, die drastischen Lohnkürzungen, das Einfrieren der Sparguthaben.
Zwar hatte die ukrainische Politik in Anbetracht der weggebrochenen Märkte kaum Spielraum, und wohl die meisten Politiker einschließlich Janukowitsch, hätten wohl kaum anders gehandelt als sie. Sie war also während der Krise, die sie in keiner Weise verschuldet hat, am falschen Ort. Und aus dieser Falle hat sie sich nicht mehr befreien können. Schade, denn Timoschenko hatte durch ihre Persönlichkeit ihrem Land stets Aufmerksamkeit gesichert.
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(SZ vom 8.2.2010/mati)
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" In der Tat spricht Vieles dafür, dass es Manipulationen zu Gunsten des erklärten Wahlsiegers Viktor Janukowitsch gab."
Und was genau spricht dafür, Herr Urban?
Ach so. Fakten interessieren Sie nicht.
Dann publizieren Sie Ihre "Kommentare" demnächst doch in der Bildzeitung oder im LOCUS, sorry FOCUS.
über eine Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO. Diese Diskussion ist nun wirklich mehr als kontraproduktiv. Eine Harakiriaktion gegen den Willen Russlands, nur um einigen konservativen Russlandgegnern in Osteuropa und den USA zu gefallen kann auch nicht im deutschen Interesse sein.
Sehr geehrter Herr Urban,
wenn man sich ihre Biografie anschaut, kann man es sehr gut nachvollziehen, dass sie Vieles, was mit Russland zu tun hat, nicht mögen und nicht mögen können, obwohl Sie viel Zeit in Russland und in der Ukraine verbracht haben.
Wahrscheinlich assoziieren sie Russland immer noch sehr stark mit der Sowietunion. Das ist ja das Erstaunliche bei Ihren Artikeln, dass diese fast immer stark subjektiv gefärbt sind, obwohl Sie mit Ihrer Erfahrung und Ihren Sprachkenntnissen eigentlich an die Fakten problemlos kommen können. Sie verschweigen statdessen gerade die Fakten, die Ihnen persönlich nicht passen. Das war vor 5 Jahren so als Sie über die Orangene Revolution berichtet haben. Das ist jetzt auch so. Dafür braucht man gar nicht die ukrainische Presse oder die internationale Presse in Betracht zu ziehen, es reicht sogar ein Vergleich mit den anderen deutschen Medien wie faz.net, n-tv.de usw.
Ich bitte Sie in der Zukunft die Maximen des Journalismus besser zu respektieren. Sie als Journalist der Sueddeutschen Zeitung sind ein starker Multiplikator und Ihre objektive Meinung ist sehr wichtig!
Mit freundlichen Grüßen
Julia Vinogradova
darf ich Sie fragen, warum denken Sie für die Ukraine wäre es eine Katastrophe? Für die Hälfte des Landes bestimmt nicht.
Und was für Chancen hat den die EU verpasst/verspielt? Was geht die EU Krim und Osten der Ukraine überhaupt an?
Zu dem Artikel: selten so eine einseitige Meinung von einem Journalisten hier in der Sueddeutsche gelesen. wurde das Artikel etwa gesponsert?
Da steht der Kampf für die Schwachen erst einmal ganz hinten an.
Paging