Die radikal-islamischen Taliban rufen seit Monaten zum Boykott der Wahl auf. Und je näher der Termin rückte, desto mehr Anschläge erschüttern das Land.
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Am Dienstag, also zwei Tage vor dem Urnengang, kamen bei zwei Selbstmordanschlägen 17 Menschen ums Leben, eine Rakete traf sogar den Präsidentenpalast. Am Mittwoch kündigte ein Taliban-Sprecher an, 20 Kämpfer und Selbtmordattentäter seien in Kabul, zu allem bereit. Bislang kam es tatsächlich zu mehreren gewaltsamen Zwischenfällen am Wahltag - allerdings weit weniger, als befürchtet.
Bei einem Gefecht nahe einer Polizeistation im Osten Kabuls wurden zwei Aufständische von afghanischen Sicherheitskräften erschossen. Von weiteren vier Explosionen in Kabul war die Rede. In der Provinz Helmand schlugen mehr als 20 Raketen in der Nähe einer Gruppe von Wählern ein. Im nordafghanischen Bundeswehr-Standort Kundus traf eine Rakete ein Wahllokal.
In der ebenfalls an Kundus angrenzenden Provinz Takhar teilte die Polizei mit, zwei Selbstmordattentäter seien festgenommen worden, als sie versucht hätten, in ein Wahllokal einzudringen. In der Stadt Baghlan sei es nach Agenturangaben auch zu schweren Kämpfen gekommen, als "22 Terroristen" getötet wurden, wie der dortige Provinzpolizeichef sagte. Sie hätten versucht, die Öffnung der Wahllokale zu verhindern.
Außer diesen Zwischenfällen gab es keine Anschläge - bislang. Die massiven Sicherheitsvorkehrungen scheinen sich demnach auszuzahlen: 175.000 afghanische Polizisten und Soldaten schützen zentrale Ziele und die mehr als 6000 Wahllokale. Hinzu kommen mehr als 100.000 internationale Soldaten unter Nato- und US-Mandat.
Die Wahllokale werden durch ein dreistufiges Sicherheitskonzept geschützt. Erst Polizisten, dann in einem weiteren Radius afghanische Soldaten und schließlich in einer dritten Zone die Isaf-Soldaten. Dadurch soll auch der Eindruck vermieden werden, der Westen könnte versuchen, Einfluss auf die Wahlen nehmen.
Die Stimmung im Land
Die Angst vor Attentaten gehört in Afghanistan zum Alltag der Menschen. Tausende sind dabei schon gestorben, und immer wieder fragen sich die Menschen natürlich: Was könnte als nächstes passieren? Und wo? Aber nach den Anschlägen geht das Leben wieder erstaunlich schnell seinen normalen Gang. Wenn man die Menschen auf der Straße dann fragt, ob sie keine Angst hätten, sagen viele, sie seien das gewohnt. Und: Was sollen wir denn machen?
Doch die vermehrten Anschläge vor den Wahlen entfalten trotzdem ihre Wirkung. Die Mitarbeiter ausländischer Organisation verlassen derzeit kaum mehr ihre Häuser und auch den Einheimischen merkt man an, dass es derzeit noch schlimmer ist als sonst.
Darunter wird, so fürchten viele, die Wahlbeteiligung empfindlich leiden. Doch viele sagen, dass sie trotz aller Gefahren wählen gehen wollen. Und viele zeigen darüber hinaus ein beeindruckendes Engagement für die Demokratie: Wie die Helfer bei den mobilen Wahllokalen, die keine Anstrengung unterlassen, um auch in entlegenen Provinzen jedem Afghanen die Möglichkeit zu geben, seine Stimme abzugeben. Oder die Polizisten, die ihr Leben riskieren, um die Sicherheit ihrer Landsleute zu gewährleisten.
Die Wahl
Der überwältigende Eindruck der Menschen in Afghanistan ist, dass bei der Wahl gemauschelt wird. So gibt es mehr registrierte Wähler als Wahlberechtigte. Das legt natürlich den Verdacht nahe, dass manche Afghanen sich mehrfach haben registrieren lassen. Eine Frau hat sich kürzlich offenbar mit dem Namen "Britney Spears" eintragen lassen. Solche Geschichten öffnen Spekulationen über Manipulationen Tür und Tor.
Hamid Karsai, der Präsident und Favorit bei den Wahlen, sieht sich außerdem dem Vorwurf ausgesetzt, massiv Druck auf Stammesführer ausgeübt zu haben. Die haben in den Teilen Afghanistans mit einer ausgeprägten Stammestradition, erheblichen Einfluss auf das Wahlverhalten.
Karsais chancenreichster Herausforderer, der frühere Außenminister Abdullah Abdullah, warnte den Amtsinhaber bereits, dass die Menschen auf die Straße gehen werden, wenn sie das Gefühl bekommen, dass bei der Wahl nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Um Abdullah Abdullah besteht derzeit ein regelrechter Personenkult, er schafft es derzeit wie kein anderer, die Menschen zu mobilisieren.
Dennoch ist Karsai der klare Favorit. Abdullah Abdullah könnte es allerdings schaffen, den Amtsinhaber in eine Stichwahl zu zwingen. Die übrigen 32 Kandidaten und zwei Kandidatinnen dürfen sich keine Chance ausrechnen.
Wie es weiter geht
Die Regierung muss sich daran messen lassen, ob sie es schafft, die Sicherheit für die Menschen in Afghanistan zu erhöhen. Die Wahl ist dabei die Achillesferse. Wenn es gelingt, diese erfolgreich über die Bühne zu bringen, hat Afghanistan bereits viel gewonnen.
Da Karsai die Regierung weiter führen wird, ist keine fundamentale politische Veränderung zu erwarten. Auffällig ist aber, dass Karsai sich in den vergangenen Monaten verstärkt darum bemüht war, die einstigen Kriegsfürsten einzubinden. Deren Macht nimmt wieder zu. Doch es kann sich auch herausstellen, dass eine Zusammenarbeit mit den Warlords besser ist, als ein Rückfall in das repressale Chaos. Viel wird auch davon abhängen, ob es Karsai gelingt, gemäßigte Taliban an den Verhandlungstisch zu bringen.
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(sueddeutsche.de/woja/gba)
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Jede Menge gekaufte Vasallen an der Wand schaue auf zwei Geister und stellen sich vor, welche geister sie wohl da vorbei ziehen sehen... Schande! Diejeneigen, die diem Land das angetan haben, werden sich in Ihrer geschichte noch was zu schämen haben... Ich gebe hier zwei Links, wo ihr einfach sehen könnt, von wo man die Völker Afghanistans gebracht hat:
Hier kann man an den Bildern sehen, daß die Afghanen ihr Mittelalter benden wollten und irgend jemand im Westen war dagegen... Bitte nur die Bilder durchklicken und Kommentar wertfrei lesen...
http://www.sueddeutsche.de/politik/122/483566/text/
Nach dem man es geschaft hatte, Babrak Karmal mit Allah-Frevler: Modzahittin, El Käidah, Teliban zu Schluß, war der Weg zurück in die Zukunft frei... Mittelalter zog wieder mit seinem Düsternis ein... Wie war Äfgahnistan noch vor Babrak Karmal noch... Vergisst einfach manches, was ihr in Konglomerat-Medien Liest... Hier ein Link dazu, wie es Anno dazu mal war... Klar war das Land arm, aber die Leute wollten anscheinend Ihren MITTELALTER ad-acta legen... Natürlich dürfte dies nicht passieren und Imperialmächte rarten auf den Plan... Schaut euch mal die bilder asu den 60'ern mal an... Bescheidenere Fortschritt aber viel viel weiter als jetzt und sie wein werden, wenn Zustände erhalten bleiben...
http://www.youtube.com/watch?v=H9Eln7hOQyA
Wir müssen wissen, daß Babrak Karmal von Afghanen gewählt worden war und gehen sollte , weil man nicht wollte, daß noch ein sozialistisch geprägtes Land sich dem Industani Ozean nicht nähern durfte... Mittlereweile hat man sich andere Ziele gesetzt... Energiereserven im mittleren Asien ohne wiederspruch an den Insdustanischen Ozean transportieren... Ich bin mal nach Nabuko unterzwichnung gespannt... Deutschland möchte anscheinend raus, muß aber wohl Langley's Einwurf abwarten...
Tja... So is' det.... Das Affenspiel der Ekeligkeiten ist nicht mehr zu ertragen... SORRY! Schlimmer Noch... Wir leben in einem Kokon der trügerischen Art... Wann das ganze Ungemach über uns brechen wird, haben wir keine Ahnung... Vielleicht in Bälde... Abgeordneten werden anscheinend schon jetzt bespitzelt... Wann wird man uns haschen..? Denn was das Konglomerat braucht sind keine kulugenköppe, sondern Willinlos funtionierende BioMAschinen in Fleisch gehüllt... Wer aus der Reihe tantzt, hat verschissen... und wird physisch-Mechanisch, geistig-moralisch differmiert, ausgeschlossen, abbortiert... Keine Gnade! Siehe Ärak, Georgien, Türkei ect. pp.
endlich, afghanistan wählt. ganz recht. der westen macht sich eben verdient am hindukusch. weitere nahziele: soja-eis, umweltengel und ich höre gerade auch über energiesparlampen wird nachgedacht.
sie sehen es selbst: wir können und dürfen diesen wichtigen und einmaligen prozess jetzt nicht einfach übereilt beenden.
@Yoda76: Na und selbst Iranische Verhältnisse wären ein klarer Erfolg im gegensatz zum vorherigen Zustand unter den Taliban. Falls sie es nicht wissen haben die Iraner slebr fast schonmal Mobil gegen die Taliban gemacht.....
Es wird gewählt und das ist ein Erfolg! Nächstes mal wirds besser und wenn erstmal die erste Generation aus der Schule kommt noch besser.
Und in 20 Jahren werden die "wir müssen abziehen" Kritiker eines besseren belehrt sein.
Eines dürfte klar sein: die Wahlen werden genauso demokratisch und fair sein, wie die Wahlen im Iran ;-)