Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat die internationale Gemeinschaft auf eine langjährige Unterstützung seines Landes eingestellt. Der deutsche Außenminister verspricht 420 Millionen Euro Aufbauhilfe.
Zum Auftakt der Afghanistan-Konferenz in Paris hat der afghanische Präsident Hamid Karsai die internationale Gemeinschaft um langfristige Hilfe gebeten. Landwirtschaft und Energie seien die dringendsten Aufgaben, betonte Karsai.
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Er appellierte an die Geber, die Hilfe besser abzustimmen. "Derzeit gibt es parallele Strukturen, die den Aufbau afghanischer Institutionen behindern", betonte Karsai. Die technische Zusammenarbeit müsse dazu beitragen, Afghanen auszubilden und dürfe sich nicht in erster Linie auf ausländische Experten stützen, sagte Karsai. Er räumte ein, dass Afghanistan mehr für den Kampf gegen Korruption tun müsse. "Es liegt noch ein langer Weg vor uns", sagte der Präsident des Krisenstaates.
Deutsche Aufbauhilfe: 420 Millionen Euro
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) versprach offiziell eine deutsche Aufbauhilfe in Höhe von 420 Millionen Euro bis 2010. "Wir dürfen die Entwicklung in Afghanistan nicht sich selbst überlassen", sagte Steinmeier in Paris.
Der zivile Wiederaufbau sei ebenso wichtig wie die militärische Unterstützung. Spekulationen über die Obergrenze deutscher Truppen in Afghanistan lehne er jedoch ab.
"Wir dürfen weder kopflos drinbleiben noch kopflos rausbleiben", betonte Steinmeier. Er appellierte an die afghanische Regierung, stärker als bisher gegen Korruption vorzugehen. Aber auch die internationale Gemeinschaft müsse ihren Einsatz selbstkritisch überprüfen. Die Hilfe müsse effizienter werden und sich stärker auf die Landwirtschaft konzentrieren.
Sarkozy bekräftig langfristiges französisches Engagement
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy kündigte die Verdoppelung der französischen Aufbauhilfe an. "Sie soll in erster Linie für Landwirtschaft und Gesundheit verwendet werden", sagte Sarkozy. Zahlen nannte er nicht. "Das Ziel ist ein Afghanistan ohne Terroristen und ohne Drogen", fügte er hinzu. Er bekräftigte, dass Frankreich sich langfristig in Afghanistan engagieren wolle: "Wir lassen uns nicht von den Terroristen einschüchtern, wir bleiben so lange, bis wir gewonnen haben", sagte Sarkozy. Frankreich will in den kommenden Wochen seine Truppen in der Region um etwa 1000 Mann aufstocken.
Die afghanische Regierung will auf der Konferenz ihren Fünf-Jahres-Plan vorstellen, der Investitionen in Höhe von etwa 50 Milliarden Dollar vorsieht. Die USA hoffen, dass die Konferenzteilnehmer dafür 15 Milliarden Euro bereitstellen. Washington selbst dürfte davon zehn Milliarden Dollar geben; Deutschland hat bereits 420 Millionen Euro bis 2010 zugesagt. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier nimmt ebenfalls an der Konferenz teil.
Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Bernhard Gertz, bemängelte indes Konzeptlosigkeit beim Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Der Kampf gegen den Terror sei militärisch nicht zu gewinnen, sagte er am Mittwochabend bei den Osnabrücker Friedensgesprächen. "Wir benötigen Konzepte zur Stabilisierung des Landes." Afghanistan brauche eine "in der Fläche präsente, loyale und nicht korrupte Polizei und Armee".
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(dpa/AFP/cag/gal/buma)
New Yorker Bürgermeister will Soft-Drinks verbieten
Jedes Jahr die gleichen Apelle, jedes Jahr die gleiche Hoffnungslosigkeit.
Um eine ehrliche Lösung geht es schon lange nicht mehr.
Amerika benützt das Land als Truppenübungsgelände für sein Militär und seine Partner machen gute Miene zum bösen Spiel.
Nur die Opferbilanz der getöteten Menschen wird mit jedem Jahr größer.
Ich denke die Menschen spüren, das die Afghanen noch lange leiden müssen unter der Besatzung der Amerikaner.