Hat Putin den Hecht toller gemacht als er wirklich ist? Überraschend wäre das nicht. Der Präsident hat schon vor längerer Zeit zugegeben, dass seine Abenteuer teilweise für die russische Presse gestellt werden. In einem Interview mit der russischen Journalistin und Putin-Gegnerin Mascha Gessen, erklärte er, dass zum Beispiel der Schneeleopard, den er 2011 in die Freheit entließ, extra für ihn gefangen worden sei. "Am wichtigsten ist doch, dass die Aufmerksamkeit auf dieses Thema gelenkt wird", sagte Putin. In dem Gespräch gestand er aber ein, dass einige seiner PR-Aktionen etwas überzogen waren.

Putin hatte die Journalistin damals zu sich in den Kreml eingeladen nachdem sie von ihrem Arbeitgeber, einem Reisemagazin, gefeuert worden war. Sie wollte nicht über den Flug mit den Kranichen berichten. Aber auch russischen Bloggern war die Aktion damals zuviel. Im Internet kursieren bis heute satirische Bildmontagen des abgehobenen Superpräsidenten.

Bild: REUTERS 9. August 2013, 21:132013-08-09 21:13:08 © Süddeutsche.de/anri/segi/joku