Der Professor bleibt in Sachsen-Anhalt an der Macht.
Sachsen-Anhalts Regierungschef Wolfgang Böhmer (CDU) ist mit 70 Jahren der älteste amtierende Ministerpräsident in Deutschland. Nach vier Jahren Amtszeit bescherte er seiner Partei bei der Landtagswahl am Sonntag zum zweiten Mal nach 2002 einen klaren Wahlsieg.
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Böhmer gilt als bedächtiger Politiker, dem im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen jeglicher Drang zur öffentlichen Selbstdarstellung fehlt. Flammende Reden oder tägliche TV-Präsenz waren noch nie seine Sache. Dennoch profilierte er sich in den vergangenen Jahren als eine Art Landesvater, der sich nicht scheut, auch unpopuläre Entscheidungen durchzusetzen.
Seine politische Laufbahn begann Böhmer als Landtagsabgeordneter 1990. Von 1991 bis 1994 war er Finanz- und dann Sozialminister in einer CDU/FDP-Regierung. Als Finanzminister trug er Mitverantwortung für die so genannte Gehälteraffäre 1993. Dabei ging es um angeblich überhöhte Gehaltszahlungen für Westminister. Politiker traten reihenweise zurück. Die Zahlungen waren korrekt, wie sich später herausstellte.
Vor seiner Zeit als Politiker machte Böhmer als Mediziner Karriere. Jahrzehnte lang arbeitete er als Chefarzt der gynäkologischen Abteilung eines Krankenhauses in Wittenberg. Böhmer lebt in Wittenberg, ist verwitwet und hat einen Sohn. Mitte 2004 heiratete er zum zweiten Mal.
(dpa)
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