Politik kompakt Zschäpe bleibt eingesperrt

Beate Zschäpe muss in Haft bleiben: Der Bundesgerichtshof hat eine Haftbeschwerde der Frau verworfen und hält sie weiter für dringend verdächtig, als Mitglied der rechtsextremen Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund an der Ermordung von zehn Menschen beteiligt gewesen zu sein.

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Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Haftbeschwerde der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe verworfen. Zschäpe sei weiter dringend verdächtigt, 1998 zusammen mit Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos die rechtsterroristische Vereinigung Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) gegründet zu haben, teilte der BGH in Karlsruhe mit.

Um Beweismittel zu vernichten, soll die Frau soll zudem die Wohnung der Gruppe am 4. November 2011 in Zwickau in Brand gesetzt haben, nachdem sich die von der Polizei gestellten Böhnhardt und Mundlos getötet hatten.

Der NSU seien nach derzeitigem Ermittlungsstand Morde an neun Einwanderern und einer Polizistin zuzurechnen, heißt es in der Mitteilung des BGH. Außerdem werden der Gruppe zwei Sprengstoffanschläge in Köln 2001 und 2004 mit insgesamt 23 Verletzten sowie eine Serie von Banküberfällen zur Last gelegt.

Mundlos und Böhnhardt wurden Anfang November vergangenen Jahres nach einem gescheiterten Banküberfall tot in einem Wohnmobil in Eisenach gefunden. Zschäpe stellte sich später der Polizei, schweigt bisher aber.

(AFP/dpa)

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