Nach dem Tod einer französischen Geisel in der Sahara droht Premierminister François Fillon mit einem schärferen Vorgehen gegen Al-Qaida-Terroristen. "Frankreich übt keine Rache, aber wir haben Abkommen mit der den Regierungen von Mali und Mauretanien, um die Terroristen aufzuspüren und sie der Justiz zu übergeben", sagte Fillon dem Sender Europe1. Der Kampf gegen den Terrorismus und insbesondere gegen Al-Kaida im islamischen Maghreb werde verstärkt.

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Präsident Nicolas Sarkozy hatte am Montag die Ermordung des im April im Niger entführten Franzosen Michel Germaneau bestätigt. Fillon rechtfertigte den gescheiterten französischen Militäreinsatz gegen ein Lager der mutmaßlichen Terroristen. "Es bestand Hoffnung, dass Michel Germaneau sich dort befand", sagte er. Kritiker vermuten, dass der Angriff französischer und mauretanischer Soldaten in direktem Zusammenhang mit der Ermordung der Geisel steht. Es sei allerdings auch möglich, dass der 78 Jahre alte Mitarbeiter einer Hilfsorganisation bereits zuvor getötet worden sei, meinte Fillon. Die Leiche der getöteten Geisel ist bislang nicht gefunden worden.

(dpa)

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(sueddeutsche.de/fvk)