Politik kompakt Verletzte bei Protest gegen PKK in Stuttgart

In Stuttgart haben Hunderte Türken gegen eine Eskalation des türkisch-kurdischen Konflikts demonstriert. Doch als Anhänger der kurdischen PKK einen Gegenprotest starten, kommt es zu gewalttätigen Übergriffen.

Bei einer Demonstration Hunderter Türken gegen eine Eskalation des türkisch-kurdischen Konflikts sind in Stuttgart elf Menschen verletzt worden. Darunter waren zehn leicht verletzte Polizisten und ein Zivilist, wie die Polizei Montag mitteilte. 30 Menschen seien kurzzeitig festgenommen worden, gegen zehn Menschen werde etwa wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Bereits kurz nach Beginn der Demonstration am Sonntagabend war es zu einer Rangelei gekommen: Die Anhänger der sogenannten kurdischen Arbeiterpartei PKK versuchten bei einem Gegenprotest den Zug der türkischen Demonstranten zu verhindern. Während eines Gerangels etwas später fiel ein Mensch in das Fenster eines Kaufhauses und verletzte sich.

Die Veranstalter erklärten, ihr Ziel sei "die gemeinsame Trauer über die Anschläge in der Türkei zu zeigen und die Stimme gegen den Terror zu erheben". Auslöser der Protestaktion war ein Anschlag im Südosten der Türkei vom Mittwoch. Dabei hatten kurdische Rebellen einen Armeekonvoi angegriffen und acht Soldaten sowie einen sogenannten Dorfschützer getötet.

(dpa)

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