Widerstand aus den eigenen Reihen: Namhafte CDU-Politiker wollen die Wehrpflicht beibehalten. Sie werfen dem Verteidungsminister vor, die Bundeswehr zu Tode zu sparen. Kurzmeldungen im Überblick

Gegen die Umbaupläne für die Bundeswehr von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) formiert sich Widerstand in der Union. Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller und seine Thüringer Kollegin Christine Lieberknecht sprachen sich im Spiegel prinzipiell für die Beibehaltung der Wehrpflicht aus.

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"Unsere Bundeswehr ist eine Armee der Söhne und Töchter. Die Verankerung in der Bevölkerung ist ein hohes Gut", sagte Lieberknecht. Müller betonte: "Die Wehrpflicht ist ein Stück Identität der Union. Wer an ihr rütteln will, braucht eine sehr gute Begründung." Der frühere Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU) warf der Koalition einen unverantwortlichen Umgang mit der Bundeswehr vor: "Die Bundesregierung hat die Wehrpflicht in Richtung Sinnlosigkeit verkürzt und so zerstört".

Guttenberg hatte seine Pläne für die Bundeswehr-Reform am Donnerstag im Kanzleramt erstmals intern vorgestellt. Diskutiert wird nach seinen Angaben derzeit über fünf Modellvarianten. Komplett aus dem Grundgesetz gestrichen werden soll die Wehrpflicht nach Meinung Guttenbergs und Merkels nicht, nach Ansicht des Ministers ist aber ein Aussetzen der Wehrpflicht denkbar. Das Bundeskabinett hatte auf seiner Sparklausur im Juni eine Reduzierung der Bundeswehr um bis zu 40.000 Zeit- und Berufssoldaten beschlossen.

(AFP)

Iran will einen Fusionsreaktor bauen, Bildungsministerin Schavan spricht von einer türkischen Elite in Deutschland und die FDP will ledigen Vätern das Sorgerecht zubilligen: Lesen Sie weitere Kurzmeldungen auf den folgenden Seiten.

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