Teheran beruft Italiens Botschafter nach Festnahme zweier Iraner ein

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Nach der Festnahme von zwei Iranern und fünf Italienern durch die italienische Polizei wegen des Verdachts auf Waffenschmuggel in Iran hat Teheran den italienischen Botschafter einberufen. Alberto Bradanini sei ins Teheraner Außenministerium bestellt worden, um die Gründe der Festnahmen darzulegen, zitierten iranische Nachrichtenagenturen Ministeriumssprecher Ramin Mehmanparast. Die Festnahmen bezeichnete er demnach als neuen Versuch der "Irreführung".

Die beiden Iraner, darunter ein Journalist, der für den Teheraner Geheimdienst arbeiten soll, und fünf Italiener waren in Italien festgenommen worden. Der Festnahme waren achtmonatige Ermittlungen vorausgegangen. Gemeinsam mit zwei weiteren Verdächtigen im Iran soll die Gruppe unter anderem Panzerabwehrmunition, chemischen Sprengstoff und optische Zielgeräte in Iran geschmuggelt haben. Auch den beiden Kontaktmännern im Iran, die ebenfalls per Haftbefehl gesucht werden, unterstellen die italienischen Ermittler Verbindungen zum iranischen Geheimdienst.

Nach Erkenntnissen der zuständigen Staatsanwaltschaft soll das militärische Gerät vor allem in Deutschland beschafft und seit "spätestens 2007" über Großbritannien, die Schweiz oder Rumänien in Iran geschmuggelt worden sein.

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(dpa)