Fehlerhafte Wahllisten, verspätete Richter, verbotene Werbung: Holprig beginnt die zweite Etappe der Parlamentswahlen in Ägypten. Rund 18 Millionen Menschen sind diesmal aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Aber die Beschwerden häufen sich.
Mit Verspätungen und zahlreichen Beschwerden hat am Mittwoch die zweite Etappe der Parlamentswahl in Ägypten begonnen. Gewählt wird diesmal in Giza, Assuan und sieben weiteren Provinzen. Nach Angaben der staatlichen Medien konnten die Wahlen in etlichen Bezirken wegen "verwaltungstechnischer" Probleme nicht pünktlich beginnen. Zum Teil seien die Richter, die die Aufsicht führen sollten, zu spät gekommen.
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In neun Provinzen sind die Menschen in Ägypten aufgerufen, in der zweiten Etappe der Parlamentswahlen ihre Stimme abzugeben. (© dpa)
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In jeweils einem Bezirk der Provinzen Manufija, Al-Buhaira und Sohag wurde die Wahl der Listenkandidaten abgesagt. Kurz zuvor war per Gerichtsbeschluss festgestellt worden, dass dort noch zusätzliche Parteien auf den Listen auftauchen müssten. Die Abstimmung soll dort nach Angaben der Wahlkommission eine Woche später stattfinden. Vertreter mehrerer Parteien beschwerten sich, weil Anhänger von Mitbewerbern Flugblätter verteilten und Wahlplakate aufhängten. Werbung für die Kandidaten ist am Wahltag verboten.
Der Andrang vor den Wahllokalen war in einigen Bezirken am Mittwoch so groß wie Ende November bei der ersten Etappe der Wahl in Kairo und acht anderen Provinzen. Im ersten Wahlgang, in dem rund 17 Millionen Menschen stimmberechtigt waren, hatten die Islamisten mit Abstand die meisten Stimmen erhalten. Diesmal sind mehr als 18 Millionen Ägypter aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Sie wählen sowohl Direktkandidaten als auch Parteilisten und sollen 180 von insgesamt 498 Mandaten vergeben. Dafür haben sie bis einschließlich Donnerstagabend Zeit. Die dritte und letzte Etappe dieser Marathonwahl beginnt am 3. Januar.
(dpa)
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