Im Konflikt der srilankischen Armee mit tamilischen Unabhängigkeitskämpfern könnte es vor zwei Jahren nach UN-Angaben zu Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gekommen sein. Einem Expertengremium der UNO würden "glaubwürdige Behauptungen" vorliegen, die - sollten sie sich bestätigen - eine große Anzahl schwerer Verstöße gegen internationales Recht zeigten, hieß es einem Untersuchungsbericht vom Montag. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte, er könne keine internationale Ermittlung anordnen, es werde jedoch eine Untersuchung der Vorfälle geben, zu denen es gegen Ende des Krieges in Sri Lanka 2009 gekommen sei.

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Der srilankischen Armee wird vorgeworfen, während der Kämpfe mit den Unabhängigkeitskämpfern der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) willkürlich Zivilisten erschossen zu haben. Allein in den letzten vier Monaten des Konflikts im Frühjahr 2009 starben mindestens 7000 tamilische Zivilisten. Im Laufe des 37-jährigen Bürgerkriegs wurden nach UN-Schätzungen insgesamt zwischen 80.000 und 100.000 Menschen getötet. Die Uno hatte vergangenes Jahr ein Gremium eingesetzt, das Ban im Umgang mit möglichen Kriegsverbrechen bei dem Konflikt in Sri Lanka beraten sollte. Sri Lanka lehnte eine solche Untersuchung ab.

(AFP)

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