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Der nächste Castor-Transport soll in knapp zwei Wochen in das Zwischenlager nach Gorleben rollen. Die niedersächsische Regierung hat dem Transport endgültig zugestimmt, Oppositionspolitiker kritisieren die Entscheidung heftig.

Knapp zwei Wochen vor Start des nächsten Castor-Zuges nach Gorleben hat die Opposition im niedersächsischen Landtag erneut die sofortige Absage des Transportes gefordert. Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) verteidigte dagegen die Position der CDU/FDP-Landesregierung am Mittwoch in Hannover. "Auch wir wollen die Transporte nicht", sagte der Minister. Niedersachsen habe aber nicht die Möglichkeit, die Fahrten im Alleingang zu verhindern.

Sicherungsmassnahmen fuer Castor-Transport Bild vergrößern

Knapp zwei Wochen vor dem nächsten Castor-Transport werden die ersten Sicherungsmaßnahmen entlang der Bahnstrecke aufgebaut: Stacheldraht soll Demonstranten fernhalten. (© dapd)

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Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel sagte, bei der Suche nach einem Atomendlager seien "glaubwürdige Akteure" notwendig: "Die einzige vertrauensbildende Maßnahme, die diesen Namen verdienen würde, wäre die Absage des Castortransports." Wenzel sagte, Regierungschef David McAllister (CDU) sei amtsmüde und habe Angst vor konsequenten Entscheidungen in der "für dieses Land so entscheidenden Frage". Auch mit Kritik an Umweltminister Sander hielt sich Wenzel nicht zurück. Er warf dem FDP-Politiker eine "ganz offensichtliche Manipulation der Messwerte" vor.

Nach erhöhten Messwerten am Zwischenlager Gorleben war es bis vor kurzem fraglich, ob der Castor-Transport in diesem Jahr tatsächlich rollen kann. Das niedersächsische Umweltministerium hat dem Transport am Mittwoch indes die angekündigte Zustimmung erteilt. Die Mitteilung, dass die Castor-Behälter eingelagert werden könnten, werde dem Betreiber des Zwischenlagers im Laufe des Tages zugestellt, sagte eine Sprecherin des Ministeriums in Hannover.

Das Land Bremen will unterdessen seine Häfen für Atomtransporte sperren. Die Bürgerschaft beschloss auf Antrag von SPD und Grünen eine entsprechende Änderung des Bremischen Hafenbetriebsgesetz in erster Lesung mit großer Mehrheit. "Mir ist bewusst, dass wir in dieser Frage politisches Neuland betreten", sagte der SPD-Abgeordnete Frank Schildt. Die CDU stimmte dagegen.

(dpa/dapd)

In Liberia wird Kritik am Ablauf der Wahlen laut, 50 Taliban-Kämpfer sind bei einem Angriff auf einen Isaf-Stützpunkt getötet worden und in Nicaragua will die Opposition die Wahlen annulieren lassen. Lesen Sie im folgenden weitere Meldungen.

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