Bei drei Bombenanschlägen in Pakistan sind am Freitag nach Polizeiangaben mindestens 44 Menschen getötet und mehr als 100 weitere verletzt worden. Die Angriffe richteten sich gegen eine schiitische Prozession, eine Moschee sowie eine Polizeiwache.

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In Quetta, der Hauptstadt der Provinz Baluchistan, zündete ein Selbstmordattentäter während einer pro-palästinensischen Prozession einen Sprengsatz, wie die Polizei mitteilte. Über die Zahl der Todesopfer gibt es widersprüchliche Angaben: Die Nachrichtenagentur dpa berichtet von 35 Toten, andere Quellen sprechen von 22 Todesopfern. Mehr als 100 weitere sollen verletzt worden sein.

Auch in der Stadt Mardan sprengte sich laut Polizei ein Selbstmordattentäter nahe einer Moschee der Ahmadi-Sekte in die Luft. Dabei wurde mindestens ein Mensch getötet, mehrere weitere wurden verletzt. In Peshawar, der Hauptstadt der Provinz Khyber Pakhtunkhwa, wurde in der Nähe einer Polizeipatrouille eine Bombe ferngezündet. Ein Polizist starb, drei weitere wurden verletzt. Zu den Taten bekannte sich zunächst niemand.

In den vergangenen Jahren haben Extremisten in Pakistan immer wieder Anschläge gegen religiöse Minderheiten verübt. Zuletzt wurden am Mittwoch bei einem Dreifachanschlag auf eine Prozession von Schiiten in der Stadt Lahore 35 Menschen getötet.

(apn/AFP/dpa)

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(sueddeutsche.de/jobr/woja)