Kurzmeldungen im Überblick

"Widerstand ist der einzige Weg!": Irans Präsident rät den Palästinensern zum Kampf, im Gazastreifen schließen sich mehrere Extremistengruppen zusammen.

Einen Tag nach den Nahost-Friedensgesprächen in den USA hat Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad an die Palästinenser appelliert, den bewaffneten Kampf gegen Israel fortzusetzen. Der Konflikt könne "nicht durch Gespräche mit den Feinden der palästinensischen Nation gelöst werden", sagte Ahmadinedschad am Freitag anlässlich des jährlichen Al-Kuds(Jerusalem)-Tags.

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Provokatuer mit Palästinensertuch: Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad spricht anlässlich des iranischen Jerusalem-Tages an der Teheraner Universität. (© dpa)

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"Widerstand ist der einzige Weg zur Rettung der Palästinenser." 13 Extremistengruppen aus dem Gazastreifen, darunter der bewaffnete Flügel der Hamas, der Islamische Dschihad und eine bewaffnete Splittergruppe von Abbas' Fatah-Bewegung, gaben unterdessen ihren Zusammenschluss bekannt. Ziel sei es, die Zahl der "effektiven" Anschläge auf Israel zu steigern, darunter wohl auch Selbstmordanschläge. Die Nahost-Gespräche würden erneut scheitern, sagte Ahmadinedschad. Wie könnten sie auch erfolgreich sein, wenn die Vermittler diejenigen seien, die den Konflikt heraufbeschworen hätten.

Ahmadinedschad kritisierte zugleich einige arabische Staaten dafür, sich nicht uneingeschränkt hinter den Kampf der Palästinenser zu stellen. Im Gazastreifen zogen derweil Tausende Hamas-Anhänger auf die Straße, um den auf den iranischen Revolutionsführer Ajatollah Chomenei zurückgehenden Al-Kuds-Tag zu feiern und gegen die Friedensgespräche zu protestieren.

Der Iran spricht Israel das Existenzrecht ab und sympathisiert mit der Hamas. Israel fühlt sich vor allem vom iranischen Atomprogramm bedroht und hat einen präventiven militärischen Angriff nicht ausgeschlossen. Der Streitkräftechef der Islamischen Republik, Hassan Firusabadi, drohte für diesen Fall einen Gegenschlag auf Israels Nuklearanlagen an.

(rtr)

Röttgen entschuldigt sich bei Westerwelle, Israels Premier denkt über ein Friedensreferendum nach, die Union will die Tabaksteuer erhöhen und mehr als 240 Frauen sind nach mutmaßlichen Massenvergewaltigungen durch Rebellen im Kongo in Behandlung: Lesen Sie auf den nächsten Seiten weitere Kurzmeldungen.

Umweltminister Norbert Röttgen hat sich bei Außenminister Guido Westerwelle (FDP) für kritische Äußerungen über ihn entschuldigt. Nach Angaben beider Ministerien vom Freitag fand dazu am Donnerstagabend ein Telefongespräch statt. Dabei habe Röttgen sein Bedauern ausgedrückt, teilte eine Sprecherin des Umweltministeriums mit.

Nach Angaben des Magazins Stern soll Röttgen am Rande einer CDU- Veranstaltung in Nordrhein-Westfalen im Gespräch mit einem Bürger gesagt haben: "Die FDP liegt ja nicht zufällig bei vier Prozent. Ich halte den Westerwelle für irreparabel beschädigt." Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte nach dem Telefonat: "Damit ist die Sache für Westerwelle erledigt." Der Außenminister hielt sich am Freitag zu einem Besuch auf Malta auf. Zunächst hatte Röttgen mehrfach vergeblich versucht, Westerwelle zu erreichen.

Nach Angaben der Sprecherin des Umweltministeriums war ein Eingreifen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht notwendig. Nach Bekanntwerden des Stern-Berichts habe sich Röttgen sofort um eine persönliche Klarstellung bei Außenminister Westerwelle bemüht. Es habe sich um eine nicht autorisierte Aussage gehandelt. Der Umweltminister schätze Westerwelle "außerordentlich".

(dpa)

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