Bundeskanzlerin Angela Merkel wirbt für die Initiative Pro Reli, Venezuelas Bischöfe kritisieren Präsident Chávez und Saudi-Arabiens Mufti ist gegen sportliche Frauen.
Merkel wirbt für Pro Reli
Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützt die Initiative Pro Reli. (© Foto: Getty)
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In der Diskussion über den Religionsunterricht an Berliner Schulen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Initiative Pro Reli geworben. Die CDU-Vorsitzende sagte am Freitag bei einer Kreisvorsitzendenkonferenz in Berlin, sie werde sich dafür einsetzen und auch dafür stimmen, dass der Volksentscheid am Sonntag ein Erfolg werde. Es müsse auch in Berlin eine Wahl geben zwischen Religionsunterricht und Ethikunterricht. "Ich wünsche mir, dass möglichst viele Bürger dafür stimmen."
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Venezolanische Bischöfe greifen Chávez an
Venezuelas katholische Bischöfe haben den Regierungsstil von Präsident Hugo Chávez scharf kritisiert. "Frieden und Verständigung sind unmöglich in einem Land, in dem die Regierung danach strebt, ihr Projekt einer Gesellschaft der ganzen Bevölkerung mit Gewalt aufzuerlegen", erklärte die venezolanische Bischofskonferenz. Die Bischöfe zeigten sich besorgt über eine "wachsende Willkür" der Behörden. Die Menschen würden nicht alle vor dem Gesetz gleich, sondern je nach ihrer politischen Ausrichtung behandelt.
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Fujimori legt beim Obersten Gerichtshof Perus Berufung ein
Der ehemalige peruanische Präsident Alberto Fujimori hat Berufung gegen seine Verurteilung zu 25 Jahren Haft eingelegt. Der Prozess gegen den 70-Jährigen habe gegen Strafrecht verstoßen, teilte sein Rechtsanwalt César Nakazaki mit. Allerdings werde es schwierig werden für Fujimori, "Gerechtigkeit" zu erhalten, da der Oberste Richter Javier Villa Stein kürzlich erklärt habe, dass das Oberste Gericht die Verurteilung des ehemaligen Staatschefs unterstütze. Notfalls werde er Berufung beim Interamerikanischen Gerichtshof einlegen, sagte Nakazaki.
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Saudi-Arabiens Mufti gegen sportliche Frauen
Der Mufti von Saudi-Arabien ist entsetzt darüber, dass immer mehr Frauen in dem islamischen Königreich Sport treiben. "Heute treiben Frauen zusammen mit anderen Frauen Sport, morgen werden sie es zusammen mit Männern tun", warnt Scheich Abdulasis Al-Ascheich, der die höchste religiöse Autorität des Landes ist. Mädchen und Jungen werden in Saudi-Arabien in getrennten Schulen unterrichtet. Die Jungen erhalten in den staatlichen Grundschulen Sportunterricht, die Mädchen nicht.
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Nato hofft auf Beobachter Russlands bei Georgien-Manöver
Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer hofft, dass Russland Beobachter zu den Nato-Manövern in Georgien schickt. Noch sei keine Antwort auf die Einladung der Nato erfolgt, die Offerte zeige aber deutlich, dass die Manöver "nicht gegen Russland gerichtet" seien, sagte der Nato-Generalsekretär am Freitag in der rumänischen Hauptstadt Bukarest nach einem Gespräch mit Rumäniens Staatspräsident Traian Basescu. "Wir haben nichts zu verbergen", betonte De Hoop Scheffer. Er bekräftigte, dass die Manöver in Georgien wie geplant im Mai stattfinden würden.
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Klaus: Neue tschechische Regierung am 8. Mai
Der tschechische Präsident Vaclav Klaus will am 8. Mai das Kabinett des designierten Regierungschefs Jan Fischer ernennen. Dies sagte Klaus nach einem Treffen mit Fischer am Freitag in Prag. Derzeit sei es noch zu früh, über die Personalvorschläge für die Ministerposten zu entscheiden, sagte Klaus. Zuvor informierte Fischer den Präsidentne in einem einstündigen Gespräch hinter verschlossenen Türen über den bisherigen Stand der Regierungsbildung.
Die bisherige Mitte-Rechts-Koalition von Ministerpräsident Mirek Topolanek war am 24. März per Misstrauensvotum gestürzt worden. Daraufhin einigte sich eine breite Parlamentsmehrheit darauf, den Leiter des staatlichen Statistikamts Fischer als Ministerpräsident zu nominieren. Fischer soll eine Regierung aus parteilosen Experten zu bilden und Tschechien zu Neuwahlen im Oktober führen. Der bevorstehende Regierungswechsel in Prag soll nach Aussagen von Fischer möglichst wenig Auswirkungen auf die noch bis zum 30. Juni dauernde tschechische EU-Ratspräsidentschaft haben.
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(dpa)
Debatte über Militäreinsatz in Syrien
Man sollte diese Gelegenheit nutzen und einmal hinterfragen, was die Privatsache Religion überhaupt noch an den Schulen zu suchen hat. Allgemeine Fragen weltanschaulicher Themen und das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen sind sehr wichtig. Religion, Esoterik und ähnlichen Aberglauben sollte jeder, der das ausleben will ,für sich oder in seiner Gruppe Gleichgesinnter ausleben. Insbesondere ist nicht einzusehen, dass der allgemeine Steuerzahler Religionslehrer und konfesssionsgebundene Universitätsfakultäten finanzieren soll, von den hohen Gehältern der Bischöfe wie Mixa und Meisner ganz zu schweigen.
Glaubst Du noch oder denkst Du schon?
Frau Beliebigkeits-Kanzlerin hat nun auch zu diesem Thema ihren Senf dazu gegeben, na toll. Würde sie endlich mal bei den wichtigen Problemen dieses Landes etwas entscheiden dann wäre uns geholfen. Aber Pustekuchen. Labbern und in die Kamera grinsen ist halt keine Politik die den Leuten hilft, Frau Merkel.
Der Ethikuntericht ist in Berlin bis jetzt Pflicht für alle Schüler. Dies macht auch Sinn, weil man dadurch auch die Schüler aller anderen Glaubensrichtungen erreicht, für die kein schulischer Religionsunterricht existiert. Religionsunterricht konnte bisher zusätzlich zum Ethikunterricht besucht werden. Der Vorstoß von ProReli zielt auf die Option den "Pflicht"-Ethikunterricht abwählen zu können bei Ersatzbesuch eines Religionsunterrichts. Das stößt de facto die Tür zu einer ethischen Parallelgesellschaft in Deutschland auf, denn der katholische Ethikbegriff ist mit dem weltlichen (deutschen) nicht vollständig kompatibel. Erkennbar daran, daß der Vatikan bis heute die UN-Menschenrechtskonvention noch nicht ratifiziert hat. Vermutlich weil so absurde Dinge wie Gleichberechtigung von Frauen und Homosexuellen darin auftauchen. Parallelgesellschaft deshalb, weil wenn man sich vorstellt, der Vorstoß hätte gelautet vom Pflicht-Ethikunterricht durch Besuch eines Islamunterrichts entbunden werden zu können, dann hätte der Vorwurf durch die CDU und Frau Merkel, daß die Verfechter versuchen sich der Integration zu verweigern und sich in eine Parallelgesellschaft flüchten wollen nicht lange auf sich warten lassen
Daß die Tochter eines Popen für den Machterhalt der Kirchen in den Schulen ist, überrascht doch nicht wirklich. Außerdem ist sie doch in die Position der Vorsitzenden einer Partei geschwemmt worden, die sch selbst als christlich orientiert sieht.
Aber über den Einfluß von Islamisten auf Regierungen schimpfen, diese Christenheuchler.
Gut, daß Frau Merkel die drängendsten Probleme dieser Politik hart und klar anspricht.
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