Kurzmeldungen im Überblick

Afghanistans Präsident Karsai fordert die Nato auf, die Angriffe auf Wohnhäuser einzustellen. Andernfalls würde das Militärbündnis als "Besatzungsmacht" wahrgenommen.

Nach der versehentlichen Tötung mehrerer Kinder und Zivilisten bei Luftangriffen in Afghanistan hat Präsident Hamid Karsai die Nato in scharfem Ton gewarnt. Die Nato-geführte internationale Schutztruppe Isaf müsse sofort aufhören mit den Bombardements von Wohnhäusern, oder das Militärbündnis werde als Besatzungsmacht betrachtet, sagte Karsai. "Wenn sie (die Isaf) weiterhin unsere Häuser bombardiert, dann wird ihre Präsenz nicht mehr als Kampf gegen den Terrorismus gesehen, sondern als Einsatz gegen das afghanische Volk", mahnte Karsai.

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Der afghanische Präsident Hamid Karsai wendet sich in scharfen Worten an die Nato. (© Getty Images)

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Die Isaf hatte sich für die versehentliche Tötung mehrerer Kinder und Zivilisten bei einem Luftangriff in der südafghanischen Provinz Helmand entschuldigt. Nach Angaben der Provinzregierung waren bei dem Bombardement in der Nacht zum Sonntag zwölf Kinder und zwei Frauen getötet worden. Der Isaf-Regionalkommandeur, US-Generalmajor John Toolan, sprach in einer Mitteilung von neun getöteten Zivilisten.

Das Militärbündnis begründet die Angriffe auf Wohnhäuser damit, dass Aufständische dort häufig Waffen verstecken.

(dpa/Reuters)

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