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Warum konnte das Zwickauer Neonazi-Trio untertauchen und jahrelang unbehelligt morden? Diesen Fragen geht nun der Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtags nach. In der ersten Sitzung beschloss das Gremium, als erste Zeugin die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe zu befragen.

Der Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtags zur Neonazi-Zelle wird als erste Zeugin die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe vorladen. Das habe das neunköpfige Gremium einstimmig beschlossen, sagte die Vorsitzende Dorothea Marx (SPD) am Donnerstag nach der ersten regulären Sitzung.

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Soll vor dem Thüringer Untersuchungsausschuss aussagen: Beate Zschäpe. (© dpa)

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Die derzeit in Untersuchungshaft sitzende Zschäpe solle am 12. März zu den Kontakten von Thüringer Sicherheitsbehörden zur Jenaer Neonazi-Szene und zur Zwickauer Zelle befragt werden. Aus dem Ausschuss hieß es, die geplante Vorladung habe "schon Charme". Wer vor den Landtagsuntersuchungsausschuss geladen wird, muss erscheinen. Andernfalls drohen Sanktionen. Die Aussage darf nur verweigert werden, wenn sich die Zeugen selbst belasten würden.

Zschäpe sitzt seit dem 8. November 2011 in Köln in Untersuchungshaft. Bislang hat sie zu den Vorwürfen geschwiegen. Die Bundesanwaltschaft hat laut MDR bisher noch kein Ersuchen aus Thüringen für solch eine Vorladung erhalten. Der Untersuchungsausschuss nahm am Donnerstag offiziell seine Arbeit auf.

Das von den fünf Fraktionen getragene Gremium soll mögliche Versäumnisse und Fehler von Thüringer Behörden bei der Suche nach dem 1998 in Jena untergetauchten Neonazi-Trio aufdecken. Den mutmaßlichen Terroristen Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos werden Morde an neun Kleinunternehmern türkischer und griechischer Herkunft sowie an einer Polizistin vorgeworfen.

Afghanistans Präsident Karsai bestätigt bilaterale Gespräche zwischen den Taliban und den USA beziehungsweise Kabul, Verteidigungsminister Thomas de Maizière gibt die Schließung eines Ausbildungszentrums der Luftverteidigung in Texas bekannt und in den USA einigen sich Demokraten und Republikaner auf einen Steuerkompromiss. Lesen Sie hier weitere Meldungen.

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